And the winner is… Potsdamer Theatergruppe gewinnt zwei Preise bei internationalem Festival

Preisverleihung FITUT_Sina SchmidtDas freie Potsdamer Ensemble Uniater wurde beim 9. internationalen Theaterfestival FITUT in Tanger, Marokko mit zwei Preisen ausgezeichnet. Die Produktion #networks, die Festivalvariante des kürzlich im Spartacus aufgeführten Stückes #theater, wurde in der Kategorie beste Regie ausgezeichnet und erhielt darüber hinaus den Spezialpreis der Jury.

Vom 26. bis zum 31. Oktober fand in diesem Jahr das neunte internationale Theaterfestival FITUT in Tanger, Marokko statt. Über zweihundert TeilnehmerInnen aus sieben verschiedenen Ländern zeigten ihre Produktionen. Eine Jury bestehend aus Theaterpraktikern wie der Schauspielerin Bouchra Ahrich, Hamid Mourchid oder Jamal Eddine und Theaterwissenschaftlern wie Bouchra el Abbadi oder Younès Loulidi vergaben insgesamt acht Preise in den Kategorien bester Schauspieler/beste Schauspielerin, beste Choreografie, beste Regie, bestes Bühnenbild, den Grand Prix, einen Sonderpreis der Jury sowie eine Auszeichnung durch das Komitee für Menschenrechte. Uniater erhielt für das dokumentarische Theaterstück #networks, das auf der Grundlage originaler Internettexte von Plattformen wie Facebook, Youtube oder Blogseiten der Frage nachgeht, wie soziale Medien die Kommunikation und das alltägliche Leben beeinflussen, sowohl den Preis für die beste Regie als auch den Sonderpreis der Jury. Aufgeführt wurde das Stück am vorletzten Dienstag im ausverkauften Saal des Colegio Ramon y Cajal in Tanger. Laut Angaben des Festival-Komitees ist Uniater die erste deutsche Gruppe, die am FITUT neben Ländern wie Italien, Littauen, Frankreich, Russland, Saudi-Arabien, Marokko und anderen teilgenommen hat. Begleitet wurde das einwöchige Festival von zahlreichen Großveranstaltungen wie dem traditionellen Karneval, für den sich die gesamte Innenstadt in eine Festmeile verwandelte, oder der Eröffnungs- und Preisverleihungszeremonie in der Cinemathèque de Tanger. Darüber hinaus erhielten die Theatermacher die Möglichkeit an unterschiedlichen Workshops und Diskussionsrunden teilzunehmen. So sprach u. a. Khalid Amine, Professor für Performance Studies an der Abdelmalek Essaadi University und Beirat am International Research Center „Interweaving Performance Cultures“ an der FU Berlin, über Theater zwischen Erinnerung und Geschichte.
Ermöglicht wurde die Reise nach Marokko durch die finanzielle Unterstützung des BDAT.

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