15. Brandenburgischen Amateurtheatertage in Potsdam vom 26.05.2022 bis 29.05.2022

Liebe Theaterfreund*innen,

große Ereignisse werfen lange Schatten voraus…

Die 15. Brandenburgischen Amateurtheatertage in Potsdam vom 26.05.2022 bis 29.05.2022 stehen vor der Tür und die Planung läuft auf Hochtouren.

Das Waschhaus, Schiffbauergasse 6, 14467 Potsdam wartet auf euch.

Neun Mitgliedsbühnen aus den unterschiedlichsten Genres, Jung und Alt, Neuinszenierungen und Eigenproduktionen versprechen einen bunten Strauß an unterschiedlichsten Aufführungen. Zwei Besonderheiten gibt es dieses Mal:

Am Donnerstagabend gibt es um 20:00 Uhr eine Buchlessung mit anschließendem rundem Tisch in der Jugendherberge.

Am Freitag wird es direkt nach einem Auftritt einen Workshop zur eingesetzten Technik der Rückprojektion geben.

Für die angemeldeten Bühnen und ihren Teilnehmer*innen sind die Plätze reserviert. Die Restkarten für Interessierte, Besucher und Gäste können ab sofort bestellt werden und am Geltungstag vor Ort abgeholt werden. Reservierungen sendet bitte an batvev@t-online.de

50,00 €           Festivalticket, gültig vom 26.05.2022 bis 28.05.2022, Zutritt zu allen Aufführungen

20,00 €           Tagesticket, gültig am 26.05.2022, Zutritt zur Eröffnung und allen Aufführungen am 26.05.2022

25,00 €           Tagesticket, gültig am 27.05.2022, Zutritt zu allen Aufführungen am 27.05.2022

25,00 €           Tagesticket, gültig am 28.05.2022, Zutritt zu allen Aufführungen am 28.05.2022

  8,00 €           Einzelticket, gültig für gelöste Aufführung

„Jetzt nicht, Liebling“ in Peitz

Ganze zwei Jahre herrschte Ruhe auf der Peitzer Theaterbühne. Jetzt endlich öffnet sich der Vorhang wieder für Komödien und unterhaltsame Abende. Die Theatercompany Peitz ist zurück und kann nach der großen Pandemiezwangspause endlich wieder ihrer Leidenschaft nachgehen. Noch im April können sich Besucher auf drei Vorstellungen der frivolen Komödie „Jetzt nicht, Liebling“ freuen. Die erste Vorstellung steigt am 02.04. um 20 Uhr. Weitere Aufführungen finden am 22. sowie 30.04.2022 statt. 

„Nachdem wir während der Pandemiejahre mehrmals und leider vergebens versuchten, unseren Spielbetrieb wieder aufzunehmen, ist die Spiellust im Team unendlich groß. Für unser Theater ist es jetzt endlich wieder möglich, die Vorstellungen ohne größere Einschränkungen auf die Bühne zu bringen. Im April wollen wir mit unserer frivolen Komödie „Jetzt nicht, Liebling“ noch einmal für heitere Laune sorgen. Im Hintergrund laufen bereits die Vorbereitungen für die neue Spielzeit mit insgesamt drei Premieren ab Oktober. Wir haben uns nach der langen Zwangsruhe und der großen Belastung der letzten Jahre entschieden, die erste komplette Saison ausschließlich mit lustigem Stoff für die Lachmuskeln zu gestalten“, sagte der künstlerische Leiter Benjamin Kühn.

Es wird frivol und lustig: „Jetzt nicht, Liebling“

Den Alltag vergessen, ablachen und einen unterhaltsamen Abend genießen. Die Komödie in zwei Akten von Ray Cooney und John Chapman wird in Peitz in der deutschen Fassung von Andreina Sposa gespielt. Franz-Georg Deuse inszenierte das Werk mit viel Wortwitz, Slapstick und schrillen Figuren, die im Laufe der Zeit immer mehr von der Fleischeslust getrieben werden.  Besucher können sich auf jede Menge Humor für die Lachmuskeln freuen. Zum Inhalt: Ein wahrhaft dickes Fell braucht der tugendhafte Kürschner Achim, während um ihn herum Nervensägen und nackte Nerzwütige kaltblütig heißblütige Wünsche zur Kasse bitten. Achim, der eine brave Leidenschaft für die Sekretärin Fräulein Tippchen hegt, muss für die Sünden seines Kompagnons Gildo büßen, der einer attraktiven Ehefrau einen wertvollen Pelz verspricht, um die Abwesenheit der eigenen Ehehälfte gebührend zu feiern. Die aber kehrt im falschen Augenblick zurück, was dazu führt, dass der kesse Seitensprung von Gildo zur Affaire von Achim wird. Als der flotte Gatte des Seitensprungs seinem eigenen Verhältnis einen Pelz kaufen will und in der Ehefrau von Gildo seinen Flirt wiedererkennt, muss Achim auch noch eine zweite Geliebte verkraften.

Termine und Karten

„Jetzt nicht, Liebling“ wird gespielt am 02.04. um 20 Uhr sowie am 22.04. und 30.04. jeweils um 20 Uhr.  Karten gibt es unter www.theatercompany-peitz.de oder beim Kultur-und Tourismusamt im Peitzer Rathaus.

#wirwerdenwieder

BDAT startet Initiative mit seinen Mitgliedsverbänden 

#wirwerdenwieder…und waren nie weg! Die aktuelle Stimmung im Amateurtheater ist angespannt. Spielpläne und Festivals, Proben und Theaterbegegnungen sind ersatzlos gestrichen, der Lockdown zehrt an Kraft und Motivation. Nach mehr als einem Jahr zeigt die Corona-Pandemie immer mehr Auswirkungen. Die Öffentlichkeitsreferent*innen der Mitgliedsverbände im BDAT haben deshalb bei ihrem März-Treffen 2021 eine gemeinsame Initiative beschlossen, um zu ermutigen und das große, kreative Engagement unserer Amateurtheaterszene sichtbar zu machen. Unter dem gemeinsamen #wirwerdenwieder möchten wir wieder Lust und Vorfreude auf Proben, auf Publikum, auf Applaus und Begegnung verbreiten. Der Bund Deutscher Amateurtheater startet die Initiative gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden am Mittwoch, 19. Mai 2021. Alle Mitgliedsbühnen und Theater-Akteur*innen sind herzlich eingeladen, mit eigenen Beiträgen mitzumachen. Lassen Sie sich, lasst euch inspirieren und bespielt eure Kommunikationskanäle, denn „Theater ist Leben!“

Amateurtheater in der Krise

BDAT: „Pandemiehilfen müssen alle Theatervereine erreichen!“

„Jetzt machen wir erstmal nichts – und dann warten wir ab“
Passender konnte der Titel in Pandemiezeiten wohl nicht sein. Auch das Altentanztheater Ensemble Zartbitter (Ludwigsburg) war 2020 mit der preisgekrönten Inszenierung beim Festival zum 6. Deutschen Amateurtheaterpreis amarena nur digital präsent. (Foto: Peter Pöschl)

Die Vorhänge sind zu, die Publikumsplätze bleiben unbesetzt. Die Stimmung im deutschen Amateurtheater ist angespannt. Spielpläne und Festivals, Workshops, Proben und Theaterbegegnungen sind größtenteils ersatzlos gestrichen, die Perspektive für eine Sommersaison der Freilichtbühnen fehlt. Seit März 2020 anhaltende Einnahmeausfälle führen bei den Vereinen zu teils prekären Situationen, die Vereinskonten gehen in den roten Bereich.

Nach mehr als einem Jahr zeigt die Corona-Pandemie immer mehr Auswirkungen – auch bei den außerberuflich agierenden Theatern. Der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT), Vertreter von 18 Mitgliedsverbänden und rund 2.500 Mitgliedsbühnen, weist eindringlich auf eine Schieflage in der Unterstützung der Amateurtheater hin: Aufgrund der föderalen Struktur und der Kulturhoheit der Länder greifen die Förder- und Unterstützungsmechanismen sehr unterschiedlich. Während Baden-Württemberger Amateurtheater finanzielle Hilfen erhalten konnten, gehen bayerische Bühnen bisher leer aus. Verweise auf reine Wirtschaftshilfen des Bundes oder der Länder helfen nicht weiter, denn diese greifen bei den ehrenamtlich geführten Amateurtheatern überwiegend nicht.

Allein mit bürgerschaftlichem Engagement, das in diesen Zeiten kreative Wege sucht und neue künstlerische Formen auch online entwickelt, ist die Krise aber nicht zu bewältigen. Deshalb appelliert Simon Isser, Präsident des BDAT: „Die Amateurtheater bedürfen bundesweit einer Unterstützung, denn sie erfüllen Generationen übergreifend und nachhaltig wesentliche Aufgaben in den Bereichen Kulturelle Bildung, künstlerische Entwicklung und kulturelle Grundversorgung. Sie sind sowohl für das soziale Miteinander als auch für die Resilienz der bei ihnen Engagierten gerade in Krisenzeiten von hoher Bedeutung. Amateurtheater fördern durch ihre Tätigkeit gesellschaftsrelevante Diskurse und ermöglichen Begegnungen jenseits der eigenen „Blase“. Sie tragen damit zur _Verständigung und gesellschaftlicher Orientierung bei – gerade auch in Krisenzeiten.“

Zwei Beispiele zeigen die gegensätzliche Wertschätzung des ehrenamtlichen Theaterschaffens: Der Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg mit rund 620 Mitgliedsbühnen konnte 2020 und 2021 für seine Bühnen 564.800 Euro aus der Soforthilfe für Vereine der Basiskultur beim Land abrufen und für 2021 reguläre Projektförderungen in Höhe von 798.000 Euro im Haushaltsplan einstellen. Das Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ richtete sich an die Kunstszene und auch an Amateurtheater in Baden-Württemberg. Die 63 Freilichtbühnen, gleichgestellt mit festen Theaterhäusern und Kulturinstitutionen, können zudem auf die Förderung des „Nothilfefond Kunst und Kultur“ als Existenzsicherung oder Programmhilfe zugreifen. Dagegen erhält der Verband Bayerischer Amateurtheater als mitgliedsstärkster Verband im BDAT mit rund 700 Bühnen vom Land Bayern bislang keinen finanziellen Ausgleich in der Krise. Ein Hilfsprogramm des Freistaats Bayern für Amateurtheatervereine steht zwar aktuell auf dem Prüfstand, es muss jetzt aber auch dringend realisiert werden.

Die bayerischen Laienmusikvereine werden bspw. schon längerfristig in der Pandemie unterstützt. „Das Hilfsprogramm für Laienmusik wird bis 30. Juni 2021 verlängert, um Laienmusikvereinen und ihren zahlreichen ehrenamtlichen Mitgliedern durch die schwierige Zeit der Einschränkungen zu helfen“, gab der bayerische Kunstminister Bernd Sibler bereits Ende 2020 bekannt. Pro Laienmusikverein stellt der Freistaat bis zu 1.000 Euro bereit und bis zu 500 Euro pro weiterem Ensemble. Das ist richtig und wichtig, muss aber auch für das Amateurtheater gelten!

Positive Akzente setzt zwar das bundesweite Konjunkturprogramm NEUSTART KULTUR. Der Fonds Darstellende Künste initiierte daraus das Programmpaket #TakeThat zu Erhalt und Stabilisierung der vielgestaltigen Freien Darstellenden Künste – finanziert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Einen Baustein davon bildet das Programm #TakeAction | Semiprofessionelle Ensembles, Freilichtbühnen, dessen Begleitung der BDAT realisiert, indem er Antragstellende berät und den Fonds Darstellende Künste mit seiner Expertise unterstützt. Allerdings richtet sich das Programm aufgrund der föderalen Fördermechanismen ausschließlich an Amateurbühnen, die bereits regelmäßig mit professionellen Künstler*innen zusammengearbeitet haben.

Viele Spätfolgen der Pandemie in den Amateurtheatern werden sich erst ab 2022 zeigen. Wenn aber mit Eindämmung der Pandemie im Herbst die Vorhänge wieder aufgehen sollen und im nächsten Sommer die Freilichtbühnen ihre Pforten öffnen sollen, ist eines jetzt schon klar: auch die Amateurtheater, in allen Bundesländern, benötigen finanzielle Hilfen und politische Wertschätzung, um ihre kulturellen und gesellschaftlichen Aufgabe weiterhin zu leisten.

Weiterbildung geht weiter

Kompetenz on Topfür (Playback) Theater (Onlineangebot)

Neben dem Handwerkszeug für die verschiedenen Theaterformen sind die theatralen Ausdrucksmöglichkeiten ein wesentliches Bindeglied. Mit Stimmbildung und Körpersprache neue Kompetenzen gewinnen für das Spiel auf der Bühne. Wenn das eigene Wissen mit den theatralen Möglichkeiten verbunden wird, erweitert sich das persönliche Repertoire.

Stimme bewusst einsetzen: The instrument is you!

Im Alltag nutzen wir nur einen sehr kleinen Teil unseres im Grunde vielfältigen Stimmpotentials. Die Extreme der Stimme, wie beispielsweise Höhen und Tiefen, und auch besondere raue, brüchige, schrille und ekstatische Klangfarben kennen wir kaum. Unterschiedliche Stimmtechniken ermöglichen es eine Rolle auch über den Stimmklang der Figur charaktervoll zu gestalten.

Leitung: Silke Volkmann

Von der Körperlichkeit zum dramatischen Ausdruck

Die Grundidee des Schauspiels ist zunächst das Nachahmen des alltäglichen Lebens und seiner Konflikte. Im Theater interpretieren, imitieren oder transformieren wir auf der Bühne diese Alltagsdramen. Durch genaue Beobachtung und Analyse schaffen wir uns erste Grundlagen für das Nachspielen und machen dabei neue Erfahrungen, die unser Spielrepertoire erweitern. Theater heißt vor allem Körperarbeit, heißt Bewegung, Geste und Stimme in Szene setzen.

Leitung: Stefan Lochau

Weitere Informationen sowie die Anmeldung finden Sie hier!

„Land in Sicht!“ für Amateurtheater in ländlichen Räumen

Bund Deutscher Amateurtheater vergibt 130.000 Euro Fördermittel

Auftrieb für Amateurtheater in ländlichen Räumen! In der zweiten Runde des Förder- & Netzwerkprogramms für Amateurtheater in ländlichen Räumen „Land in Sicht!“ vergibt der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) 130.000 Euro an 17 Amateurtheaterprojekte aus neun Bundesländern. Eingereicht wurden für den ausgeschriebenen Bereich „Struktur- und Handlungsräume“ 45 Anträge mit einem Fördervolumen von insgesamt 375.029,67 Euro. „Gerade nach dem letzten Jahr und mit Blick auf die Folgen – auch des aktuellen Lockdowns – ist es wichtig, Amateurtheater zu stärken und Strukturen zu schaffen, die weiterhin ein ehrenamtliches, künstlerisches und breitenkulturelles Engagement ermöglichen. Die vielen spannenden Bewerbungen, die in kürzester Zeit eingingen, verdeutlichen den hohen Bedarf“, betonte der Präsident des BDAT Simon Isser.

Ein Auswahlgremium hatte die schwere Aufgabe, über die Anträge zu entscheiden. Die Mitglieder des Gremiums Irene Ostertag (Geschäftsführerin BDAT), Simon Isser (Präsident BDAT) und Jürgen Peter (Theaterexperte/Bayern) verwiesen darauf, dass die ausgewählten Projekte einen Querschnitt aus allen Anträgen bildeten, verteilt auf das gesamte Bundesgebiet.

Umgesetzt werden die Projekte in der Zeit von Januar bis Oktober 2021. Die Fördermittel werden u. a. eingesetzt für die Modernisierung von Lichttechnik, den Umbau von Freilichtbühnen, für Kulissenelemente, Digitalisierung (wie Streaming-Projekte) oder die Bestuhlung von Zuschauer*innenräumen. Die Investitionen sollen dazu beitragen, künstlerische und kulturelle Teilhabe zu stärken. 

Ausführliche Informationen zu den Geförderten der ersten Förderrunde, den anstehenden Förderprogrammen, Beratungsmöglichkeiten, Workshops und vieles mehr finden Sie auf unserer neuen Website www.landinsicht.online.

Gefördert wird „Land in Sicht! Förder- & Netzwerkprogramm für Amateurtheater in ländlichen Räumen“ durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien über das Förderprogramm „Kultur in ländlichen Räumen“ aus den Mitteln des Bundesprogramms BULE. Das Centre of Competence for Theatre (CCT) der Universität Leipzig begleitet das Projekt wissenschaftlich.

Infos/Kontakt Projekt „Land in Sicht“: Alexandra Zeitlin, zeitlin@bdat.info