#wirwerdenwieder

BDAT startet Initiative mit seinen Mitgliedsverbänden 

#wirwerdenwieder…und waren nie weg! Die aktuelle Stimmung im Amateurtheater ist angespannt. Spielpläne und Festivals, Proben und Theaterbegegnungen sind ersatzlos gestrichen, der Lockdown zehrt an Kraft und Motivation. Nach mehr als einem Jahr zeigt die Corona-Pandemie immer mehr Auswirkungen. Die Öffentlichkeitsreferent*innen der Mitgliedsverbände im BDAT haben deshalb bei ihrem März-Treffen 2021 eine gemeinsame Initiative beschlossen, um zu ermutigen und das große, kreative Engagement unserer Amateurtheaterszene sichtbar zu machen. Unter dem gemeinsamen #wirwerdenwieder möchten wir wieder Lust und Vorfreude auf Proben, auf Publikum, auf Applaus und Begegnung verbreiten. Der Bund Deutscher Amateurtheater startet die Initiative gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden am Mittwoch, 19. Mai 2021. Alle Mitgliedsbühnen und Theater-Akteur*innen sind herzlich eingeladen, mit eigenen Beiträgen mitzumachen. Lassen Sie sich, lasst euch inspirieren und bespielt eure Kommunikationskanäle, denn „Theater ist Leben!“

Amateurtheater in der Krise

BDAT: „Pandemiehilfen müssen alle Theatervereine erreichen!“

„Jetzt machen wir erstmal nichts – und dann warten wir ab“
Passender konnte der Titel in Pandemiezeiten wohl nicht sein. Auch das Altentanztheater Ensemble Zartbitter (Ludwigsburg) war 2020 mit der preisgekrönten Inszenierung beim Festival zum 6. Deutschen Amateurtheaterpreis amarena nur digital präsent. (Foto: Peter Pöschl)

Die Vorhänge sind zu, die Publikumsplätze bleiben unbesetzt. Die Stimmung im deutschen Amateurtheater ist angespannt. Spielpläne und Festivals, Workshops, Proben und Theaterbegegnungen sind größtenteils ersatzlos gestrichen, die Perspektive für eine Sommersaison der Freilichtbühnen fehlt. Seit März 2020 anhaltende Einnahmeausfälle führen bei den Vereinen zu teils prekären Situationen, die Vereinskonten gehen in den roten Bereich.

Nach mehr als einem Jahr zeigt die Corona-Pandemie immer mehr Auswirkungen – auch bei den außerberuflich agierenden Theatern. Der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT), Vertreter von 18 Mitgliedsverbänden und rund 2.500 Mitgliedsbühnen, weist eindringlich auf eine Schieflage in der Unterstützung der Amateurtheater hin: Aufgrund der föderalen Struktur und der Kulturhoheit der Länder greifen die Förder- und Unterstützungsmechanismen sehr unterschiedlich. Während Baden-Württemberger Amateurtheater finanzielle Hilfen erhalten konnten, gehen bayerische Bühnen bisher leer aus. Verweise auf reine Wirtschaftshilfen des Bundes oder der Länder helfen nicht weiter, denn diese greifen bei den ehrenamtlich geführten Amateurtheatern überwiegend nicht.

Allein mit bürgerschaftlichem Engagement, das in diesen Zeiten kreative Wege sucht und neue künstlerische Formen auch online entwickelt, ist die Krise aber nicht zu bewältigen. Deshalb appelliert Simon Isser, Präsident des BDAT: „Die Amateurtheater bedürfen bundesweit einer Unterstützung, denn sie erfüllen Generationen übergreifend und nachhaltig wesentliche Aufgaben in den Bereichen Kulturelle Bildung, künstlerische Entwicklung und kulturelle Grundversorgung. Sie sind sowohl für das soziale Miteinander als auch für die Resilienz der bei ihnen Engagierten gerade in Krisenzeiten von hoher Bedeutung. Amateurtheater fördern durch ihre Tätigkeit gesellschaftsrelevante Diskurse und ermöglichen Begegnungen jenseits der eigenen „Blase“. Sie tragen damit zur _Verständigung und gesellschaftlicher Orientierung bei – gerade auch in Krisenzeiten.“

Zwei Beispiele zeigen die gegensätzliche Wertschätzung des ehrenamtlichen Theaterschaffens: Der Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg mit rund 620 Mitgliedsbühnen konnte 2020 und 2021 für seine Bühnen 564.800 Euro aus der Soforthilfe für Vereine der Basiskultur beim Land abrufen und für 2021 reguläre Projektförderungen in Höhe von 798.000 Euro im Haushaltsplan einstellen. Das Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ richtete sich an die Kunstszene und auch an Amateurtheater in Baden-Württemberg. Die 63 Freilichtbühnen, gleichgestellt mit festen Theaterhäusern und Kulturinstitutionen, können zudem auf die Förderung des „Nothilfefond Kunst und Kultur“ als Existenzsicherung oder Programmhilfe zugreifen. Dagegen erhält der Verband Bayerischer Amateurtheater als mitgliedsstärkster Verband im BDAT mit rund 700 Bühnen vom Land Bayern bislang keinen finanziellen Ausgleich in der Krise. Ein Hilfsprogramm des Freistaats Bayern für Amateurtheatervereine steht zwar aktuell auf dem Prüfstand, es muss jetzt aber auch dringend realisiert werden.

Die bayerischen Laienmusikvereine werden bspw. schon längerfristig in der Pandemie unterstützt. „Das Hilfsprogramm für Laienmusik wird bis 30. Juni 2021 verlängert, um Laienmusikvereinen und ihren zahlreichen ehrenamtlichen Mitgliedern durch die schwierige Zeit der Einschränkungen zu helfen“, gab der bayerische Kunstminister Bernd Sibler bereits Ende 2020 bekannt. Pro Laienmusikverein stellt der Freistaat bis zu 1.000 Euro bereit und bis zu 500 Euro pro weiterem Ensemble. Das ist richtig und wichtig, muss aber auch für das Amateurtheater gelten!

Positive Akzente setzt zwar das bundesweite Konjunkturprogramm NEUSTART KULTUR. Der Fonds Darstellende Künste initiierte daraus das Programmpaket #TakeThat zu Erhalt und Stabilisierung der vielgestaltigen Freien Darstellenden Künste – finanziert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Einen Baustein davon bildet das Programm #TakeAction | Semiprofessionelle Ensembles, Freilichtbühnen, dessen Begleitung der BDAT realisiert, indem er Antragstellende berät und den Fonds Darstellende Künste mit seiner Expertise unterstützt. Allerdings richtet sich das Programm aufgrund der föderalen Fördermechanismen ausschließlich an Amateurbühnen, die bereits regelmäßig mit professionellen Künstler*innen zusammengearbeitet haben.

Viele Spätfolgen der Pandemie in den Amateurtheatern werden sich erst ab 2022 zeigen. Wenn aber mit Eindämmung der Pandemie im Herbst die Vorhänge wieder aufgehen sollen und im nächsten Sommer die Freilichtbühnen ihre Pforten öffnen sollen, ist eines jetzt schon klar: auch die Amateurtheater, in allen Bundesländern, benötigen finanzielle Hilfen und politische Wertschätzung, um ihre kulturellen und gesellschaftlichen Aufgabe weiterhin zu leisten.

Weiterbildung geht weiter

Kompetenz on Topfür (Playback) Theater (Onlineangebot)

Neben dem Handwerkszeug für die verschiedenen Theaterformen sind die theatralen Ausdrucksmöglichkeiten ein wesentliches Bindeglied. Mit Stimmbildung und Körpersprache neue Kompetenzen gewinnen für das Spiel auf der Bühne. Wenn das eigene Wissen mit den theatralen Möglichkeiten verbunden wird, erweitert sich das persönliche Repertoire.

Stimme bewusst einsetzen: The instrument is you!

Im Alltag nutzen wir nur einen sehr kleinen Teil unseres im Grunde vielfältigen Stimmpotentials. Die Extreme der Stimme, wie beispielsweise Höhen und Tiefen, und auch besondere raue, brüchige, schrille und ekstatische Klangfarben kennen wir kaum. Unterschiedliche Stimmtechniken ermöglichen es eine Rolle auch über den Stimmklang der Figur charaktervoll zu gestalten.

Leitung: Silke Volkmann

Von der Körperlichkeit zum dramatischen Ausdruck

Die Grundidee des Schauspiels ist zunächst das Nachahmen des alltäglichen Lebens und seiner Konflikte. Im Theater interpretieren, imitieren oder transformieren wir auf der Bühne diese Alltagsdramen. Durch genaue Beobachtung und Analyse schaffen wir uns erste Grundlagen für das Nachspielen und machen dabei neue Erfahrungen, die unser Spielrepertoire erweitern. Theater heißt vor allem Körperarbeit, heißt Bewegung, Geste und Stimme in Szene setzen.

Leitung: Stefan Lochau

Weitere Informationen sowie die Anmeldung finden Sie hier!

„Land in Sicht!“ für Amateurtheater in ländlichen Räumen

Bund Deutscher Amateurtheater vergibt 130.000 Euro Fördermittel

Auftrieb für Amateurtheater in ländlichen Räumen! In der zweiten Runde des Förder- & Netzwerkprogramms für Amateurtheater in ländlichen Räumen „Land in Sicht!“ vergibt der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) 130.000 Euro an 17 Amateurtheaterprojekte aus neun Bundesländern. Eingereicht wurden für den ausgeschriebenen Bereich „Struktur- und Handlungsräume“ 45 Anträge mit einem Fördervolumen von insgesamt 375.029,67 Euro. „Gerade nach dem letzten Jahr und mit Blick auf die Folgen – auch des aktuellen Lockdowns – ist es wichtig, Amateurtheater zu stärken und Strukturen zu schaffen, die weiterhin ein ehrenamtliches, künstlerisches und breitenkulturelles Engagement ermöglichen. Die vielen spannenden Bewerbungen, die in kürzester Zeit eingingen, verdeutlichen den hohen Bedarf“, betonte der Präsident des BDAT Simon Isser.

Ein Auswahlgremium hatte die schwere Aufgabe, über die Anträge zu entscheiden. Die Mitglieder des Gremiums Irene Ostertag (Geschäftsführerin BDAT), Simon Isser (Präsident BDAT) und Jürgen Peter (Theaterexperte/Bayern) verwiesen darauf, dass die ausgewählten Projekte einen Querschnitt aus allen Anträgen bildeten, verteilt auf das gesamte Bundesgebiet.

Umgesetzt werden die Projekte in der Zeit von Januar bis Oktober 2021. Die Fördermittel werden u. a. eingesetzt für die Modernisierung von Lichttechnik, den Umbau von Freilichtbühnen, für Kulissenelemente, Digitalisierung (wie Streaming-Projekte) oder die Bestuhlung von Zuschauer*innenräumen. Die Investitionen sollen dazu beitragen, künstlerische und kulturelle Teilhabe zu stärken. 

Ausführliche Informationen zu den Geförderten der ersten Förderrunde, den anstehenden Förderprogrammen, Beratungsmöglichkeiten, Workshops und vieles mehr finden Sie auf unserer neuen Website www.landinsicht.online.

Gefördert wird „Land in Sicht! Förder- & Netzwerkprogramm für Amateurtheater in ländlichen Räumen“ durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien über das Förderprogramm „Kultur in ländlichen Räumen“ aus den Mitteln des Bundesprogramms BULE. Das Centre of Competence for Theatre (CCT) der Universität Leipzig begleitet das Projekt wissenschaftlich.

Infos/Kontakt Projekt „Land in Sicht“: Alexandra Zeitlin, zeitlin@bdat.info

Weihnachtsmärchen „Rotkäppchen“ und Jugendstück „Schmetterling“ im THEATER Stolperdraht

Noch haben wir nicht aufgegeben!

Da mit Kindern unter 14 Jahren geprobt werden darf, wird im THEATER Stolperdraht weiter das Weihnachtsmärchen „Rotkäppchen“ vorbereitet.

Aufgeführt wird das Märchen im Vereinshaus „Kosmonaut“ in der Berliner Straße 52 in Schwedt.

12 junge Darsteller im Alter von 7 bis 13 Jahren stehen auf der Bühne, um das bekannte Grimm’sche Märchen für Kinder ab 3 zu spielen. Unsere Theaterkinder und fleißigen Helfer hinter den Kulissen fiebern schon der auf den 1. Dezember 2020 verschobenen Premiere entgegen und hoffen, dass alle 16 bereits ausverkauften Vorstellungen im Dezember stattfinden dürfen.

Wenn dies nicht möglich ist, werden wir „Rotkäppchen“ als Wintermärchen im neuen Jahr anbieten.

Das für die Kindereinrichtungen und Weihnachtsmärkte geplante Stück aus dem Koffer „Wirrwarr zur Weihnachtszeit“ kann in diesem Jahr leider nicht aufgeführt werden, da die Jugendlichen im November nicht proben dürfen. Wir hoffen auf das nächste Jahr.

Das Jugendensemble plant im Dezember weitere Aufführungen mit „Schmetterling“– einem Stück über die Lust am Verschwinden für junge Leute ab 12.

Für die Vorstellung am Montag, dem 14.12.2020 um 10 Uhr gibt es noch Karten.

Weitere Vorstellungstermine für 2021 können durch die Schulen mit dem Theater individuell vereinbart werden (Telefon 03332 23551).

Das Seniorentheater „Die Vielfältigen“ präsentiert sein neues Stück „Zwischenräume“

Wie ändert sich das Zusammenleben, wenn der Raum enger wird? Warum ist 120 das perfekte Maß? Und wie steht es überhaupt mit der Liebe auf Abstand? Ein Stück über die Poesie des Zwischenraums.

Fünf Spielerinnen und ein Spieler kreieren mit Mitteln aus Sprech-, Tanz- und Bewegungstheater eine ganz eigene Spielform.

Vorstellungen am: 27./28./29.11.2020, jeweils um 18.00 Uhr im Saal des Treffpunkt Freizeit, Am Neuen Garten 64 in Potsdam.

Kartenreservierungen: Seniorentheater@gmx.de oder 0331-87909685

Premiere „Schmetterling“ im THEATER Stolperdraht

Das Jugendensemble vom THEATER Stolperdraht spielt „Schmetterling“- ein Stück über die Lust zu verschwinden.

Die Premiere findet am Freitag, dem 25. September 2020 um 15 Uhr im Saal des Vereinshauses „Kosmonaut“, in der Berliner Straße 52 in Schwedt, statt. Weitere Vorstellungen sind für den 2. Oktober 2020 um 18 Uhr und den 9. Oktober 2020 um 14.30 Uhr geplant. Gern vereinbaren wir individuelle Termine für große Gruppen und Klassen.

SCHMETTERLING setzt sich schonungslos und gleichzeitig einfühlsam mit dem Thema Magersucht auseinander. Die knapp dreizehnjährige Jana ist der ganze Stolz der Familie: Vorbild, Vertraute, beste Freundin. Mit fast beängstigender Disziplin brilliert sie in der Schule, beim Sport und in ihren Hobbys. Mit derselben Disziplin nimmt sie auch ihre Diät in Angriff, die als spielerischer Wettbewerb mit einer Freundin geplant war, jedoch für Jana zunehmend zur Obsession wird.

Das Stück ist geeignet für junge Menschen ab 12 Jahre. Regie führt wieder Uwe Schmiedel, Schauspieler an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt. Die Karte kostet 4 € für Schüler und 8 € für Erwachsene. Lehrer und Erzieher, die Gruppen begleiten, haben freien Eintritt. Unser Saal verfügt Corona-bedingt zurzeit nur über 80 Sitzplätze. Die Spielzeit beträgt ca. 1 Stunde.

Weitere Informationen, Terminabsprachen und Kartenvorbestellungen: im Büro THEATER Stolperdraht e.V. in der Berliner Straße 52 a (Vereinshaus „Kosmonaut“) Tel.:    0 33 32 / 2 35 51     E-Mail: stolperdraht@swschwedt.de

Landluft 2.0 sucht AMATEURTHEATERBÜHNEN aus dem LÄNDLICHEN RAUM

// Ausschreibung //
Landluft 2.0 sucht AMATEURTHEATERBÜHNEN aus dem LÄNDLICHEN
RAUM (Dörfer/Kleinstädte mit bis zu 35.000 Einwohnerinnen)

Das Modellprojekt „Landluft 2.0 – Vernetzungsprojekt mit innovativen Impulsen für Amateurtheaterbühnen im ländlichen Raum“ wurde im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ausgewählt und geht mit Mitteln der Fördermittelweitergabe von 22.000 EUR in die zweite und letzte Runde! Ab sofort schreibt der Bund Deutscher Amateurtheater e. V. (BDAT) in Kooperation mit und u.a. gefördert durch sechs seiner Landesverbände 11 Einzelprojektförderungen in Höhe von jeweils 2.000 EUR aus.

Ziel des Projekts Es gilt, die kulturelle Vielfalt des Amateurtheaters auf dem Land hervorzuheben, eine Verbesserung des regionalen wie überregionalen Austausches zu erreichen und weitere Impulse für innovative Theaterformate mit allen Menschen in ländlichen Regionen Deutschlands zu geben. Dabei sollen die Themen der in der ländlichen Region lebenden Menschen im Vordergrund stehen. Austausch Um den Projektbeteiligten die Möglichkeit eines gemeinsamen regionalen und überregionalen Austausches zu bieten, wurde unter http://www.landluftzweipunktnull.de eine projekteigene Internetplattform errichtet. Darüber hinaus wird der BDAT eine Austausch-Veranstaltung organisieren, bei der die Projektakteurinnen über ihre Erfahrungen sprechen und von Expert*innen weitere Impulse oder Ideen erhalten können.