„Vom schwäbischen Tartüff zu jugendlichem Rollenscheiß!“

Deutscher Amateurtheaterpreis 2014 – Preisträger stellen Inszenierungen vor!

Vom 11. bis 13. September stellen die diesjährigen Gewinner des Deutschen Amateurtheaterpreises „amarena“ in der Stadthalle Ransbach-Baumbach ihre preisgekrönten Inszenierungen vor. Ein schwäbischer Tartüff trifft hier auf jugendlichen Rollenscheiß, politisches Jugendtheater auf Büchners Leonce und Leona und Vampire erzählen ihre ganz eigene Geschichte vom Sterben und vom Tod. Gemeinsam ist den Ensembles, dass sie am 13. September mit dem amarena-Award und 2.000 Euro Preisgeld im Rahmen einer Gala für ihre herausragenden Inszenierungen in fünf Sparten geehrt werden. Sie stehen damit beispielhaft für die Vielfalt und die besondere Qualität des Amateurtheaters. Veranstalter ist der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Amateurtheater Rheinland-Pfalz.

In der Sparte „Seniorentheater“ zeigt das Berliner Theater der Erfahrungen in Kooperation mit dem Hospiz Schöneberg-Steglitz das Stück „Bertha, stirb endlich“, eine tragikomische Geschichte um die Vampirin Bertha und ihren nicht ganz einfachen Sterbeprozess. Politisch- konfrontativ wird es in der Eigenproduktion „99 Prozent“, in der das junge ensemble solingen vom spinaTheater gesellschaftliche Missstände offenlegt und das Publikum zu Reaktionen herausfordert. Die Jugendlichen erhalten den Deutschen Amateurtheaterpreis in der Kategorie „Offene Theaterformen“. Sprachkomik und familiäre Verwicklungen verspricht das Glasperlenspiel in Asperg e.V., Preisträger in der Sparte „Mundart und Volkstheater“. Gespielt wird „Der schwäbische Tartüff“, eine Verskomödie nach Molière. Einen durchaus kritischen Blick auf die Gesellschaft im Jahr 1836 wagte Büchner in seinem Lustspiel „Leonce und Lena“. Die Gruppe „stellwerk – das junge Theater“ aus Weimar hat das Thema „Sehnsucht nach Liebe und Erfüllung von Idealen“ in die heutige Zeit transferiert und modern in Szene gesetzt.

Medieninformation BDAT vom 14. August 2014 Seite 2 „90/60/90: Rollenscheiß!“ lautet der Titel, unter dem sich das JugendtheaterBüro Berlin mit dem gesellschaftlichen „Rollenscheiß“ und so manchen Vorurteilen auseinandersetzt. Eine bunte, leicht trashig angehauchte Inszenierung von und mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund erwartet das Publikum. Ausgezeichnet wird diese Gruppe in der Sparte Kinder- und Jugendtheater. Das Festival „amarena“ lädt in Aufführungsgesprächen zur Reflektion der Inszenierungen ein, eine Podiumsdiskussion mit Experten beschäftigt sich mit dem Thema „Volkstheater“ und Festivalbesucher können sich in einer kleinen Ausstellung über die vom BDAT geförderten Projekte der Innovationsförderung amrena 2013 informieren.

Informationen zu allen Veranstaltungen unter http://www.bdat.info und http://www.kulturkreis-ransbach-baumbach.de, Kartenpreis: 10 €/Vorstellung, ermäßigt 8 €, zzgl. je 1 € VVK-Gebühr, Vorbestellung unter Fon 02623 9880-0. Schirmherrin ist Malu Dreyer, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz.

Der Wettbewerb wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, von der Stadt und Stadthalle Ransbach-Baumbach, Westerwald Bank e.G. Volks- und Raiffeisenbank, Kreissparkasse Westerwald, LOTTO Rheinland-Pfalz – Stiftung und weiteren Förderern.

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