Jugendtheatergruppe ¡ex it! aus Potsdam mit “who’s d(e)ad?” beim tek-Treffen in Polen

2jugendtheatergruppe.ex_.it_Die Jugendtheatergruppe des Offenen Kunstvereins Potsdam wird als einer der deutschen Beiträge beim tek-Festival in Police (Polen) teilnehmen. Nähere Informationen zum Festival finden Sie hier: www.tek.mok.police.pl

Beschreibung des Ensembles
Die Gruppe gründete sich im März 2006 unter dem Namen Nepenthes. Es ist ein Grundprinzip des Vereins Offener Kunstverein e.V. Potsdam Land Brandenburg, Kinder früh an das Theater heranzuführen und langfristig zu betreuen. Einige der Mitglieder sind seit ihrem 8. Lebensjahr dabei. Jedes Jahr wird ein neues Stück erarbeitet – meist Eigenproduktionen, basierend auf Improvisationsarbeit. Zur Zeit gibt es 10 feste Mitglieder im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Bestandteil unserer Arbeit ist, dass wir zu jeder Produktion mindestens einen weiteren „Theaterberuf“ in Workshops, Gruppenfahrten oder auch probenbegleitend ausprobieren: Bühne, Kostüm, Requisite, Dramaturgie usw. Ehemalige Mitglieder oder Teilnehmer anderer Gruppen helfen dann bei der Vorbereitung der Aufführungen und übernehmen Licht, Ton, Bühnenaufbau.

Beschreibung des Stücks
Neun Jugendliche lernen sich bei einer Testamentseröffnung kennen und erfahren, dass sie einen gemeinsamen biologischen Vater haben. Dies löst eine Kette von Konflikten und Verwicklungen aus. Völlig unvorbereitet müssen sie sich mit ihren neuen Halbgeschwistern auseinandersetzen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Dazu kommt, dass sie unter ständiger Beobachtung der russischen Witwe Olga stehen und Opa’s Wecker allen auf den Zeiger geht. Humor, Toleranz und kriminalistische Energie sind jetzt vonnöten um das Erbe zu sichern!!!

Titel: „who’s d(e)ad?“
Regie: Karin Rehbock
Premiere: 04.10.2014 in der Fabrik Potsdam
http://www.okev.de

 

Erstes Festival „Theaterwelten“ – Plattform für lokale und globale Impulse

Foto: Jörg Sobeck Szene aus „MAIA“, Art Vagabonds, Bénin (Afrika)

Foto: Jörg Sobeck
Szene aus „MAIA“, Art Vagabonds, Bénin (Afrika)

„Wir wollen mit ,Theaterwelten‘ sowohl traditionelle künstlerische Ausdrucksformen des Theaters präsentieren als auch aktuelle ästhetische Tendenzen aufzeigen und dabei gleichzeitig zu einem Dialog über gesellschaftliche Relevanz von Kunst und Theater anregen, betonte BDAT-Präsident Norbert Radermacher zur Eröffnung des Festivals. Mit dem Konzept für „Theaterwelten“ hat der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) vom 11. bis 14. Juni gemeinsam mit dem Thüringer Theaterverband neue Wege eingeschlagen: Rudolstadt öffnete seine Tore für einen interkontinentalen Theateraustausch im Kontext von Fortbildung, kulturpolitischem Dialog und zivilgesellschaftlicher Positionierung.

Theaterexperten aus Ozeanien, Europa, Südamerika, Nordamerika und Afrika stellten ihre Arbeitsmethoden in Workshops vor. In der Zusammensetzung der Fortbildungsinteressierten aus verschiedenen Kontinenten, die sowohl kulturell als auch von ihrem sozialen Hintergrund her unterschiedlich verankert sind, zeigte sich die Lust am Theateraustausch weit über die eigenen Grenzen hinaus. „Noch nie habe ich in meiner langjährigen internationalen Workshoparbeit so dankbare und glückliche Festivalteilnehmer erlebt, wie hier in Rudolstadt“, freute sich Michail Chumachenko aus Russland im Anschluss an sein Theatertraining, das sich an der Methodik von Konstantin Stanislavsky orientierte.

Theatrale Impulse aus zwei unterschiedlichen Kontinenten vermittelten zwei Gastspiele aus Afrika und Südamerika. Zur Eröffnung ließen Theaterkünstler aus Bénin die Zuschauer mit „MAIA“ durch die besondere Theaterform des Storytelling an afrikanischer Mythen und Geschichten teilhaben. Unter den Gästen waren mit Attaché Kassimou Moumouni Seïdou und Botschaftsrat Christophe Dangnihin auch zwei Vertreter der Botschaft Bénins, die im anschließenden Gespräch mit den Veranstaltern die besondere Bedeutung für eine Fortsetzung des internationalen Theaterdialogs mit Afrika herausstellten.

Die überzeugende argentinische Performance „Déjà vu“ basierte auf einer lebendigen Bildsprache. Die Geschichte setzte sich mit den Themen Flucht und Krieg auseinander, geschickt wurden dabei aber auch humorvolle Stilmittel eingesetzt.

„Es hat mich tief bewegt, wie sich die hochmotivierten Workshopteilnehmer unterschiedlichster Kulturen lustvoll, sensibel und intensiv aufeinander eingelassen und gegenseitig bereichert haben. Von den exzellenten internationalen Dozenten und den hervorragenden afrikanischen und argentinischen Darstellern wurde eine wunderbare Festivalatmosphäre geschaffen, die alle inspiriert hat“, zeigte sich Frank Grünert, Vorsitzender des Thüringer Theaterverbandes und Festivalleiter, beeindruckt.

Ergänzt wurde das Programm mit einer Ausstellung und Diskussionen zur Theaterarbeit in Bénin/Afrika, einem Fachvortrag zum strukturierten und methodischen Umgang mit Theaterkritik und einer kulturpolitischen Talkrunde.

Theaterwelten wurde veranstaltet vom Bund Deutscher Amateurtheater und dem Thüringer Theaterverband in Kooperation mit dem Theater Rudolstadt und dem theater-spiel-laden. Gefördert durch: Auswärtiges Amt, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, BMFSFJ, Land Thüringen, Stadt Rudolstadt.

Weitere Informationen, Berichte und Fotos stehen hier: www.theaterwelten.info

BDAT-Initiative THEATER FÜR ALLE! Fördermittel für 2015 noch zu vergeben.

Der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) ermöglicht neuen Partnern die Entwicklung von Theaterveranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen. Ausgewählte Projekte werden mit einer Vollfinanzierung aus dem Förderprogramm „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung realisiert. Nächster Einsendeschluss für Förderanträge ist der 30. März 2015, weitere Termine folgen.

Die BDAT-Bildungsinitiative THEATER FÜR ALLE! ist seit gut eineinhalb Jahren bundesweit aktiv. Über 1.000 junge Menschen konnten bereits für die Bühne begeistert werden. Durch das Engagement vieler Partner wurden bemerkenswerte Theaterprojekte mit bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen in Alter von 4 bis 18 Jahren realisiert. Über 100 Bündnisse konnten sich bislang über eine positive Antragsbewertung durch den BDAT freuen, neue Ideen und Projekte sind weiterhin gefragt.

Von den fünf zur Auswahl stehenden Förderformaten sind die Theaterfreizeiten besonders beliebt. Während der Sommerferien beispielsweise sind Reisen in ein Theatercamp möglich. In Workshops werden verschiedene Schauspieltechniken ausprobiert und Bühnenevents einstudiert. Die Gründung von Kinder- und Jugend­theatergruppen wird ebenfalls gefördert und von Fach­leuten begleitet. Bei Peer-to-Peer-Projekten sammeln die jungen Mitwirkenden auf Theater­exkursionen und in Kursen kulturelle Erfahrungen und geben ihre Eindrücke an Freunde und Mitschüler weiter. Theaterwerkstätten schaffen den Raum zu schauspielerischen Proben im Team sowie zur Gestaltung von Bühnen­bildern und Kostümen. Jahres- und Familienprojekte ermöglichen die Veranstaltung umfangreicher Theater­inszenierungen oder lokaler Festivals.

Eine Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass drei lokale Bündnispartner kooperieren, zum Beispiel ein Theaterverein, ein Jugendzentrum, der örtliche Kultur-, Sport- oder Heimatverein, die Stadtverwaltung oder karitative Organisationen, soziokulturelle Initiativen, Verbände, Bildungsträger, Kitas und Schulen.

Der BDAT ist Programmpartner von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bündnisse werden projektabhängig mit bis zu 25.000 Euro gefördert. Die Mitgliedschaft im BDAT ist nicht Bedingung für eine Förderung. Das Programm läuft zunächst bis Ende 2015, wir empfehlen daher eine baldige Antragstellung.

Weitere Informationen und Beispiele zu bereits realisierten Projekten sind abrufbar auf der Website des BDAT unter: http://www.bdat.info. Kontakt: BDAT-Projektkoordination, Annemie Burkhardt, Fon 030 2639859-20, theaterfueralle@bdat.info.

Theaterwelten – Kick-Off in Rudolstadt

bdatInternationale Workshops, Gastspiele und Fachdialog

Sieben internationale Theaterworkshops mit Experten aus sechs Kontinenten, Gastspiele aus Afrika und Argentinien sowie Podiumsdiskussionen zu internationalen und kulturpolitischen Themen – dazu lädt das weltweit einzigartige Amateurtheaterprojekt „Theaterwelten“ ein. Vom 11. bis 14. Juni 2015 gibt der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) zusammen mit dem Thüringer Theaterverband in Rudolstadt den Startschuss für dieses besondere Theatertreffen, das künftig alle zwei Jahre in der traditionsreichen Schillerstadt ausgerichtet werden soll.

Theaterexperten aus Afrika, Asien, Europa, Lateinamerika, Neuseeland und Nordamerika geben praktische Einblicke in theatrale Erzählformen und Spieltechniken ihrer Regionen. Politisches Theater, Identität und Illegalität im Kontext von Migration auf der Bühne, das System Stanislavski, Kreatives Experimentieren, modernes Tanztheater, Theater und Diversität oder das traditionelle Theater der Maori geben den Themenrahmen für die Workshops. Diese wenden sich sowohl an erfahrene Spieler und Regisseure als auch an Neueinsteiger. Sich ausprobieren, Kenntnisse erweitern und den Fachdialog suchen können hier auch Jugendleiter, künstlerische Leiter und Festivalmacher, die bereits international aktiv sind oder konkrete Vorhaben planen.

Anmeldungen bis zum 19. April 2015 an: Bund Deutscher Amateurtheater, Darina Startseva, Fon 030 2639859-18, startseva@bdat.info. Der BDAT bietet freie Unterkunft in Mehrbettzimmern und freie Verpflegung. Für die Teilnahme an den Veranstaltungen des Festivals und an einem Workshop zahlen BDAT Mitglieder einen Zuschuss von 100 Euro, Nicht BDAT-Mitglieder 130 Euro. Weitere Informationen, der Programmflyer sowie das Anmeldeformular stehen im Bereich Projekte auf der Homepage des BDAT, http://www.bdat.info.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Theater Rudolstadt und dem theater-spiel-laden statt, sie wird gefördert durch: Auswärtiges Amt, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Land Thüringen, die Stadt Rudolstadt.

Der Bund Deutscher Amateurtheater ist als Dachverband mit 18 Mitgliedsverbänden und rund 2.400 angeschlossenen Theaterbühnen einer der größten Interessenverbände für die Darstellenden Künste in Europa.

Der Thüringer Theaterverband ist der Landesverband der freien professionellen und nichtprofessionellen Theaterszene in Thüringen mit Sitz in Rudolstadt.

„amarena-Innovationsförderung“ 2015 für BATV Mitglied!

Das amarena-Kuratorium v.l.n.r.: Stephan Schnell, Christine Bossert, Ulrich Schwarz, Frank Grünert (Vorsitzender), Prof. Dr. Romi Domkowsky, Friedrich Schirmer, Martin Bretschneider  (Foto: Alexandra Heyden)

Das amarena-Kuratorium v.l.n.r.: Stephan Schnell, Christine Bossert, Ulrich Schwarz, Frank Grünert (Vorsitzender), Prof. Dr. Romi Domkowsky, Friedrich Schirmer, Martin Bretschneider (Foto: Alexandra Heyden)

„amarena-Innovationsförderung“ 2015

Vier Amateurtheaterprojekte werden mit 14.000 Euro gefördert

Zum dritten Mal werden vom Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) im Rahmen der „amarena-Innovationsförderung“ ausgewählte Projekte gefördert. In diesem Jahr werden vier Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 14.000 Euro unterstützt. Die Entscheidung des Kuratoriums unter dem Vorsitz von Frank Grünert, Vizepräsident des BDAT, fiel auf die folgenden Initiativen:

· „ALICE gespiegelt“, Theater unter der Dauseck Oberriexingen (Baden-Württemberg)

· „Upside down – schwerelos“, Stage Divers(e) Forum für JugendTheaterKultur e. V. (Berlin und Esslingen/Baden-Württemberg)

· „Verbotene Zonen“, Offener Kunstverein Potsdam Land Brandenburg e. V. / Theatergruppe Tarántula (Potsdam/Brandenburg)

· „Fremdes Vertrautes“, V.E.B. VereinsEigeneBühne e. V. (Chemnitz/Sachsen)

„Viele Projektideen sind geprägt durch ihren generationsübergreifenden Charakter sowie die Erschließung neuer ungewöhnlicher Orte durch das Theater. Überraschend war zudem der hohe Anteil an Tanztheater-Formaten innerhalb der 33 eingegangenen Projektanträge.“, fasste Frank Grünert die Bewerbungslage zusammen. Weitere Informationen zur „amarena-Innovationsförderung“ stehen auf der Homepage des BDAT unter http://www.bdat.info bereit.

Die Maßnahme wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

InterCultour 2015

bdat fra

 

 

 

 

 

Deutsch-Französische Jugendtheaterbegegnung in der Stadt und auf dem Land
13. bis 27. Juli 2015 in Berlin (D) und Bussang (Elsaß, F)

Jeweils sechs Teilnehmende aus Frankreich und Deutschland zwischen 16 und 21 Jahre werden vom 13.- 27. Juli gemeinsam in einem Poetry-Slam- und Theaterworkshop arbeiten.

Die beiden Workshopleiter, die deutsche Slamerin Dominique Macri und der französische Schauspieler und Regisseur Simon Capelle werden mit den Teilnehmenden ein interdisziplinäres Theaterstück erarbeiten, das die selbstgeschriebenen Texte mit verschiedenen theatralen Ausdrucksformen verbindet.

Während sich in Berlin alles um Poetry Slam und Stadterkunden dreht, entschleunigt sich das Tempo in den französischen Vogesen wohl kaum…dort erlebt die Gruppe das Festival „Théâtre du Peuple“.

Wir bieten
• Workshop-Teilnahme mit qualifizierten Workshopleitern
• Kreatives Schreiben
• Unterbringung in Jugendherbergen oder Hostels inkl. Verpflegung
• Transfer Berlin-Bussang (Flug nach Basel, dann Bustransfer)
• Reise-/Projektbegleitung
• Ein Reisekostenzuschuss zur An- und Abreise (Organisation in Eigenregie) wird im Rahmen der Fördervorgaben durch das Deutsch-Französische Jugendwerk gewährt

Teilnehmerbeitrag zzgl. anteilige Fahrtkosten (An- und Abreise) 230 €.

Arbeitssprache wird insbesondere Englisch sein, entsprechende Sprachkenntnisse sollten vorhanden sein, französische Sprachkenntnisse sind keine Teilnahmebedingung.

Du möchtest mitmachen? Dann schick uns bitte ein kurzes Motivationsschreiben und Lebenslauf bis spätestens 31.03.2015 zu. Wir freuen uns.

Bei Fragen steht Darina Startseva, Bund Deutscher Amateurtheater gerne zu Verfügung.
startseva@bdat.info, Fon 030 2639859-18, Fax 030 2639859-19

Mehr Informationen ab Januar 2015 auf unserer Homepage http://www.bdat.info

Dieses Projekt wird gefördert über den BDAT/FNCTA aus Mitteln des Deutsch-Französischen Jugendwerkes.

Wurzelwerk – Bundesweites Mundart-Volkstheaterfestial in Sulzbach

UnbenanntSaarländische Ministerpräsidentin übernimmt Schirmherrschaft

Welche Bedeutung hat das Volkstheater in der Einwanderungsgesellschaft Deutschland und welche Rolle spielen dabei die Sprachen und Mundarten? Zum ersten Mal veranstaltet der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) unter dem Titel „Wurzelwerk“ ein bundesweites Volkstheatertreffen und setzt sich dabei mit diesen Fragestellungen auseinander. Das Festival findet vom 30. April bis 3. Mai in Sulzbach (Saarland) statt, Kooperationspartner ist der Verband Saarländischer Amateurtheater. Die Schirmherrschaft hat die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer übernommen, sie hat ihr Kommen zur Eröffnung am 30. April bereits zugesagt.
Sieben Theatergruppen aus verschiedenen Regionen Deutschlands präsentieren an vier Tagen ihre Produktionen. Mit dem Klassiker „Der verkaufte Großvater“ eröffnet die Volksbühne Hülzweiler aus dem Gast gebenden Saarland das Festival. An den kommenden Tagen stellen sechs weitere Theatergruppen aus Schleswig-Holstein, Berlin, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ihre Inszenierungen vor. Vom modernen Schwank über historisch-religiöse Themen und klassisch-türkischem Schattentheater bis zur postmigrantischen Auseinandersetzung mit Rollenbildern in unserer Gesellschaft reicht die Palette der Themen, die durch die Spielweise in der jeweiligen Mundart eine besondere Authentizität und Schlagfertigkeit erhält. Zu Gast ist auch das JugendtheaterBüro Berlin. Die jungen Akteure gewannen mit ihrer frechen und zugleich nachdenklich stimmenden Eigenproduktion „90/60/90: Rollenscheiß!“ den Deutschen Amateurtheaterpreis „amarena“ in der Sparte Jugendtheater.
Die Idee des Festivals WURZELWERK ist es, den Dialog zwischen den verschiedenen kulturellen Wurzeln des Volkstheaters mit allen in Deutschland lebenden Bevölkerungsgruppen herzustellen.

Workshops mit den Festivalteilnehmenden und eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Volkstheater in der Einwanderungsgesellschaft“ ergänzen das Programm.
Veranstaltungsort ist das Kunst- und Kulturzentrum AULA in Sulzbach. Karten für die Aufführungen sind zum Preis von 8 Euro / erm. 5 Euro erhältlich. Kontakt: BDAT Berlin, berlin@bdat.info, Fon 030 2639859-0. Weitere Informationen zum Festival stehen auf der Homepage unter www.bdat.info.
Das Festival wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Land Saarland, dem Verband Saarländischer Amateurtheater, der Stadt Sulzbach, dem Saarländischen Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie sowie von weiteren Sponsoren.

Wurzelwerk – Ein Volkstheaterfestival

Schirmherrin: Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes
Veranstaltungsort: Kunst- und Kulturzentrum AULA in Sulzbach
Gärtnerstr. 12, 66280 Sulzbach/Saar

Programm (Änderungen vorbehalten)

Donnerstag, 30.4.2015
19.00 Uhr Eröffnung, anschließend
„Der verkaufte Großvater“, Volksbühne Hülzweiler e.V. (Saarland / saarländisch Platt)
Freitag, 1.5.2015
10.00 Uhr Almanya yolculugu und Herr Nixverstehen, Ali & Erhan Köken (Nordrhein-Westfalen / türkisch-deutsch)
11.30 Uhr Workshop
15.00 Uhr „Bagger“, Schleswiger Speeldeel (Schleswig-Holstein / plattdeutsch)
20.00 Uhr „90/60/90: Rollenscheiß!“, JugendtheaterBüro Berlin (Berlin / kiezdeutsch)
Samstag, 2.5.2015
10.00 Uhr Workshop
15.00 Uhr „Der Pakt mit dem Teufel – Theophilus in Not“, Theaterverein Rott am Inn e.V. (Bayern / hochdeutsch)
20.00 Uhr „Der kühne Schwimmer“, Theaterclub ELMAR e.V. (Hessen / hessisch)
Sonntag, 3.5.2015
10.30 Uhr „Umsonschd isch dr Dod“, Theater Emerkingen (Baden-Württemberg / schwäbisch)
11.00 Uhr Podiumsdiskussion: „Volkstheater in der Einwanderungsgesellschaft“

Im Anschluss an die jeweiligen Aufführungen findet eine Stückbesprechung mit den Darstellern und dem interessierten Publikum im Festival-Café statt.
Karten für die Aufführungen sind zum Preis von 8 Euro / erm. 5 Euro erhältlich.
Kontakt: BDAT Berlin, berlin@bdat.info, Fon 030 2639859-0. Weitere Informationen zum Festival stehen auf der Homepage unter http://www.bdat.info
Zentraler Treffpunkt während des Festivals ist das Festival-Café in der AULA.

Drei Goldene Masken für besonderes Engagement im Amateurtheater vergeben

Foto: K. Kellermann

Norbert Radermacher, Heinz Deichmann, Karl Uwe Baum und Rolf Wenhardt Foto: K. Kellermann

Bürgerschaftliches Engagement ist die Basis einer funktionierenden Gesellschaft und hat für das Amateurtheater einen herausragenden Stellenwert, das wurde bei der Verleihung der „Goldenen Maske“ am 14. September in Ransbach-Baumbach deutlich. Mit Freude nahmen Rolf Wenhardt (Baden-Württemberg/Hessen), Karl Uwe Baum (Sachsen) und Heinz Deichmann (Rheinland-Pfalz) die hohe Auszeichnung und Anerkennung des Bundes Deutscher Amateurtheater für ihr besonderes Engagement entgegen. Als Schauspieler, Regisseure, Bühnenbildner und Landesverbandsvorsitzende waren sie im Einsatz, oftmals in mehreren Funktionen gleichzeitig. Vergeben wurden die Auszeichnungen durch den Präsidenten des BDAT Norbert Radermacher.

In seiner Rede betonte Norbert Radermacher, dass alle Leistungen von Rolf Wenhardt, langjähriger Vorsitzender und heutiger Ehrenvorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg, gar nicht aufzuzählen seien. Er habe gekämpft, gestritten und taktiert – oft mit Samthandschuhen, aber wenn nötig, auch mal mit Fausthandschuhen. Eine Strategie über den eigenen Tellerrand hinaus kennzeichnete seine Verbandsführung und Rolf Wenhardt war sich der kulturpolitischen Bedeutung und Notwendigkeit seines Engagements stets bewusst. So erreichte er über die Jahre für das Amateurtheater in Baden-Württemberg nicht nur eine deutliche Aufstockung der Zuwendungen vom Land sondern auch, dass eine professionelle Geschäftsführung eingesetzt werden konnte. In der Bundesversammlung des BDAT war er ein starker Vertreter für die Sache seines Landesverbandes. Rolf Wenhardt nahm die Auszeichnung bewegt und mit großem Dank entgegen. Dass sein Engagement für das Amateurtheater auf Bundesebene dennoch weiter geht, belegen seine Mitarbeit im Bundesarbeitskreis Seniorentheater und auch sein Interesse, für den Bundesarbeitskreis Mundart und Sprachen aktiv zu werden.

„Wer in einer Gesellschaft lebt und partizipiert, kann nicht nur nehmen, sondern muss der Gesellschaft etwas zurückgeben“, zitierte Norbert Radermacher den Theatermacher Karl Uwe Baum und verwies auf seine Lebensleistung für das Amateurtheater. Eine wichtige Säule seines kulturpolitischen Denkens sei der Grundsatz gewesen: Immer alles in Frage stellen! Man habe Karl Uwe Baum im Bundesverband stets als offensiven Nachdenker und kritischen Fragesteller wahrgenommen! Der langjährige Vorsitzende des Landesverbandes Amateurtheater Sachsen (LATS) leitete den Verband in der Tradition eines progressiven Amateurtheaters, bei dem es galt, die künstlerische Arbeit zu hinterfragen und dennoch offen zu sein für neue Entwicklungen. Zu seinen letzten Erfolgen zähle die vom LATS herausgegebene, bundesweit beachtete Publikation „Auf der Szene – Gesichter des nichtprofessionellen Theaters in Sachsen von 1500 bis 2000“, die in dieser Form bislang einzig ist. Karl Uwe Baum bedankte sich für die Auszeichnung und sagte, er habe sein Wirken stets als selbstverständlich angesehen. Die Veröffentlichung zur Geschichte des Theaters in Sachsen bezeichnete er als größte Herausforderung. Die Auszeichnung sehe er daher auch als Anerkennung für all jene, die daran mitgewirkt haben.

Ein Heimspiel hatte der Theaterallrounder Heinz Deichmann, der fast 15 Jahre auf der Bühne in Ransbach-Baumbach stand und die Auszeichnung an seiner alten Wirkungsstätte im Pleurtuit-Saal der Stadthalle Ransbach-Baumbach entgegennahm. Seine Liebe zum Theater hatte Heinz Deichmann bereits in den Kinderschuhen entdeckt. Während seines Studiums war er als Statist am Karlsruher Staatstheater aktiv und über mehrere Jahre spielte er an der Freilichtbühne Ötigheim. Im Jahr 1990 gründete er mit einigen Mitspielern das Amateurtheater Courage, das sich zu einem der führenden Amateurtheater in Rheinland-Pfalz entwickelte. Obwohl mit Leidenschaft Theatermann, Spieler, Regisseur und Bühnenbauer, waren ihm auch die Strukturen und Rahmenbedingungen rund um den Theaterbetrieb wichtig, auch deshalb wurde er 1995 zum Vorsitzenden des Landesverbandes Amateurtheater Rheinland-Pfalz gewählt. In seiner Wirkungszeit hat sich die Mitgliederzahl nahezu verdreifacht. Von 2000 bis 2010 war Heinz Deichmann Vizepräsident des BDAT und übernahm hier Verantwortung für den Bereich Seniorentheater. An einer Neuorientierung des Dachverbandes war er maßgeblich beteiligt und trug zu einer Verbesserung der Rahmenbedingungen und Strukturen innerhalb des Verbandes bei. Heinz Deichmann nutzte die Gelegenheit, sich „auf seiner Bühne“ bei seinen
Theaterfreunden, die ihn über mehrere Jahrzehnte unterstützt und begleitet haben, zu bedanken. „Welche Motivation braucht es, sich so viel Zeit und so viele Wochenenden mit Verbandsarbeit um die Ohren zu schlagen? Es braucht ein gutes Team, damit das Feuer niemals ausgeht“, sagte abschließend der leidenschaftliche Theatermann.

„Amateurtheater braucht verlässliche Strukturen auf Landesebene“

„Amateurtheater braucht verlässliche Strukturen auf Landesebene“
Bundesversammlung des BDAT in Ransbach-Baumbach

Am 13. September 2014 tagten die Delegierten der Mitgliedsverbände des Bundes Deutscher Amateurtheater in Ransbach-Baumbach. Gastgeber und Ausrichter der Versammlung, die im Rahmen des „amarena-Preisträgerfestivals“ stattfand, war der Landesverbandes Rheinland-Pfalz unter dem Vorsitz von Hans Schilling.

Zu Beginn der Tagung machte BDAT-Präsident Norbert Radermacher in seinem Bericht deutlich, dass die Mitgliedsbühnen vor allem Themen wie Nachwuchssorgen und die fehlende Anerkennungskultur auf lokaler Ebene beschäftigten. Dazu kämen immer schwierigere Rechtsfragen, z. B. im Kontext von Vereins-, Medien- oder Jugendschutzrecht. In diesen Fragen seien der Bundesverband ebenso gefordert wie die Landesverbände, die hier auf die finanzielle und ideelle Unterstützung der Länder angewiesen seien.

„Das Amateurtheater benötigt verlässliche Strukturen, damit die Bühnen vor Ort ihre gute Arbeit fortsetzen und weiterentwickeln können und das Amateurtheater auch weiterhin in der Fläche erhalten bleibt“, so Radermacher. Er forderte die Landesverbände dazu auf, strategische Konzepte zur Durchsetzung ihrer Forderungen zu entwickeln.

Bezug nehmend auf die deutschlandweit exemplarische Studie der Universität Hildesheim zum Amateurtheater in Niedersachsen verwies der Präsident auf wichtige Argumentationshilfen für die gesellschaftspolitische Bedeutung der Breitenkultur und des Amateurtheaters.

Berichte aus dem Präsidium, der Geschäftsstelle und den Mitgliedsverbänden wurden mit aktuellen Informationen ergänzt. Hingewiesen wurde u. a. auf die Möglichkeit, weitere Anträge für das Programm THEATER FÜR ALLE! zu stellen. So können in diesem Jahr z. B. noch Weihnachtsproduktionen für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendlichen gefördert werden.

Auch im Bereich des Bundesfreiwilligendienstes, der bereits von zahlreichen Mitgliedsverbänden und –bühnen genutzt wird, stehen noch Mittel für einige Stellen zur Verfügung. Geschäftsführerin Irene Ostertag wies auch auf den erfolgreichen Start der KSK-Ausgleichsvereinigung hin, in der mittlerweile 34 Bühnen Mitglied sind.

Im weiteren Verlauf stellte die Geschäftsführerin den Jahresabschluss vor. Die Bundesversammlung dankte den Revisoren Claudia Weber und Rainer Zinger für die Prüfung und die Bundesversammlung sprach dem Geschäftsführenden Präsidium die Entlastung aus. Für Rainer Zinger, dessen Amtszeit als Revisor beendet ist, wurde Tilmann Scheck (Baden-Württemberg) gewählt.

Im Anschluss stellte die Geschäftsführerin den Wirtschaftsplan 2015 vor. Jörg Sobeck, Mitglied in der Arbeitsgruppe „125 Jahre BDAT“ berichtete über den Stand der Planungen zum Jubiläum im Jahr 2017.

Jürgen Peter und Frank Grünert als Vizepräsidenten bestätigt!

Bei der turnusmäßigen Wahl zweier Vizpräsidenten in das Geschäftsführende Präsidium des BDAT wurden Frank Grünert (Vorsitzender des Thüringer Theaterverbandes) und Jürgen Peter (Verband Bayerischer Amateurtheater) erneut durch die Bundesversammlung für eine weitere Amtsperiode von vier Jahren bestätigt. Das umfangreiche persönliche Engagement für ihr jeweiliges Aufgabengebiet im BDAT wollen sie fortsetzen.

Des Weiteren wählte die Bundesversammlung für das „amarena-Kuratorium“ vier neue Mitglieder:

Martin Bretschneider, Schauspieler (Theater und Film), ehrenamlicher Leiter der Jugendtheatergruppe des Sport- und Jugendclubs (SJC) Hövelriege (2013 ausgezeichnet mit dem BKM-Preis für Kulturelle Bildung)

Ulrich Schwarz, Schauspieler, Regisseur und Dozent/Workshopleiter, künstlerischer Leiter der Theatergruppe Spielbrett Dresden

Friedrich Schirmer, Intendant Württembergische Landesbühne Esslingen

Petra Wahed-Harms, Gründerin und Leiterin des Theatervereins ProSzenium e.V. in Delmenhorst, Künstlerische Leiterin im Amateurtheaterverband Niedersachsen

Drei neue Mitglieder wurden vom BDAT-Präsidium in den Bundesarbeitskreis Mundart und Sprachen berufen:

Brigitte Gstöttl, Vizepräsidentin des Verbandes Bayerischer Amateurtheater und Mitglied des Dramatischen Clubs Alpenröserl

Jürgen von Bülow, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dozent aus Stuttgart

Frank Weymann, Stellv. Vorsitzender des Landesverbandes Hessischer Amateurbühnen aus Schauenburg

Wieder berufen vom BDAT-Präsidium wurden für den Bundesarbeitskreis Kinder- und Jugendtheater Julia Vohl (Lingen), Lilian Martinez (Hannover) und Hermann J. Vief (Großheirath).

Ausblick

Im weiteren Verlauf der Tagung wurden zentrale Projekte für 2015 vorgestellt. Termine und Informationen zu den geplanten BDAT-Festivals 2015 „Wurzelwerk“ (Sulzbach/Saar) und „Theaterwelten“ (Rudolstadt/Thüringen) sowie zu allen weiteren Veranstaltungen und Wettbewerben des BDAT stehen unter: www.bdat.info

Jubel bei Preisverleihung zum 3. Deutschen Amateurtheaterpreis „amarena“ Fünf Ensembles für herausragende Bühnenleistungen ausgezeichnet

Foto: Jörg Sobeck

Foto: Jörg Sobeck

Ransbach-Baumbach, 13. September 2014: Fünf herausragende Amateurtheaterstücke wurden in einer festlichen Gala vor zahlreichen Gästen aus Politik und Kultur geehrt. Die Theatergruppen nahmen unter großem Applaus den Deutschen Amateurtheaterpreis „amarena“ 2014, verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von je 2.000 Euro und dem „amarena-Award“, entgegen. Zuvor konnten die Preisträger ihre Produktionen an drei Festivaltagen einem überregionalen Publikum präsentieren. Veranstaltet wurde das Festival vom Bund Deutscher Amateurtheater in Kooperation mit dem Landesverband Amateurtheater Rheinland-Pfalz.

In seinem Grußwort überbrachte Kulturstaatssekretär Walter Schumacher vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur die Grüße der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin und Schirmherrin des Festivals Malu Dreyer. Er zeigte sich begeistert von der Fantasie und Kreativität des Amateurtheaters und hob die herausragende Rolle der kulturellen Bildung für eine aufgeklärte Gesellschaft hervor. Michael Merz hieß die Gäste als Bürgermeister der Stadt und Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach willkommen und bedankte sich insbesondere bei Hans Schilling, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Amateurtheater Rheinland-Pfalz, für die Ausrichtung des Festivals. Norbert Radermacher, Präsident des BDAT, betonte in seinem Grußwort, dass die Auszeichnungen insbesondere das ehrenamtliche, kulturelle Engagement der Bühnen würdigen, vor allem aber auch die künstlerischen Leistungen, denn außerberufliches Theater und künstlerische Qualität seien keine sich widersprechenden Kategorien.

Unter tosendem Applaus und mit stolzen Gesichtern nahmen die Gewinner bei der amarena-Preisverleihung ihre Würdigung entgegen. Bei feierlicher, ausgelassener Stimmung wurde in der Stadthalle Ransbach-Baumbach der bedeutendste deutsche Amateurtheaterpreis in fünf Sparten vergeben: Seniorentheater, Offene Theaterformen, Mundart und Volkstheater, Schauspiel sowie Kinder- und Jugendtheater.

Die Jurymitglieder würdigten die fünf Gruppen mit einer Laudatio für ihr künstlerisches Werk.

Das Seniorentheaterstück „Bertha, stirb endlich!“, eine Kooperation des Theater der Erfahrungen mit dem Hospiz Schöneberg-Steglitz aus Berlin, bestach durch den Mut und die Leistung, einfühlsam und authentisch das Tabuthema Sterben mit viel Humor auf die Bühne zu bringen. In ihrer Laudatio beglückwünschte Inge Rossbach das „dichte Spiel, die vielseitigen Talente und die sichtbare Lust am Spiel“.

Die provozierende und empörte Eigenproduktion, „99 Prozent“ ist der Gewinner der Sparte Offene Theaterformen. Ein politisches Stück, in und um Beteiligung, in dem das spinaTheater – junges ensemble solingen Grenzen auslotet: Grenzen des Theaters, des Zuschauers, des Erträglichen – und „es mischt sich in unsere Nichteinmischung ein“, so Laudator Stephan Schnell.

Den Preis für die Sparte Mundart und Volkstheater erhielt das Glasperlenspiel in Asperg e.V. mit Molières Hochstaplerdrama in einer schlagfertigen schwäbischen Bearbeitung: „Der schwäbische Tartüff“. „Die spielerischen Leistungen“, lobte Laudator Prof. Bernd Guhr, „sind so überzeugend, dass es keiner besonderen Sprachkenntnisse der Zuschauer bedarf.“

Mit gelungenen medialen und rhythmisch-musikalischen Bühnenelementen brachte die Gruppe stellwerk – das junge Theater Weimar Büchners Leonce und Lena auf die Bühne. Für ihre kluge und behutsame Inszenierung wurden sie von der Laudatorin Christine Bossert geehrt.

Laut, witzig und mitreißend rockte das JugendtheaterBüro Berlin mit der Eigenproduktion „90/60/90: Rollenscheiß!“ die Bühne. Den amarena-Award für die Sparte Kinder- und Jugendtheater überreichte Martin Bretschneider, der die kluge, witzige und ambitionierte Erzählweise der Produktion feierte.

Der künstlerische Leiter und Kuratoriumsvorsitzende Frank Grünert über das diesjährige Festival:

„In diesem Jahr gab es bei aller Vielfalt der Form in besonderer Weise inhaltliche Bezugspunkte der Stücke und sämtliche Produktionen bewegten sich auf künstlerisch sehr hohem Niveau. Die Festivalatmosphäre habe ich als äußerst angenehm erlebt – mit ausgesprochen fundierten fachlichen Diskussionen und Aufführungsgesprächen.“

Der Wettbewerb wurde gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, von der Stadt und Stadthalle Ransbach-Baumbach, Westerwald Bank e.G., Volks- und Raiffeisenbank, Kreissparkasse Westerwald, LOTTO Rheinland-Pfalz-Stiftung.

Medienkontakt:

Bund Deutscher Amateurtheater – Katrin Kellermann – Fon 030 2639859-16 – kellermann@bdat.info