BDAT-Initiative THEATER FÜR ALLE! Fördermittel für 2015 noch zu vergeben.

Der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) ermöglicht neuen Partnern die Entwicklung von Theaterveranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen. Ausgewählte Projekte werden mit einer Vollfinanzierung aus dem Förderprogramm „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung realisiert. Nächster Einsendeschluss für Förderanträge ist der 30. März 2015, weitere Termine folgen.

Die BDAT-Bildungsinitiative THEATER FÜR ALLE! ist seit gut eineinhalb Jahren bundesweit aktiv. Über 1.000 junge Menschen konnten bereits für die Bühne begeistert werden. Durch das Engagement vieler Partner wurden bemerkenswerte Theaterprojekte mit bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen in Alter von 4 bis 18 Jahren realisiert. Über 100 Bündnisse konnten sich bislang über eine positive Antragsbewertung durch den BDAT freuen, neue Ideen und Projekte sind weiterhin gefragt.

Von den fünf zur Auswahl stehenden Förderformaten sind die Theaterfreizeiten besonders beliebt. Während der Sommerferien beispielsweise sind Reisen in ein Theatercamp möglich. In Workshops werden verschiedene Schauspieltechniken ausprobiert und Bühnenevents einstudiert. Die Gründung von Kinder- und Jugend­theatergruppen wird ebenfalls gefördert und von Fach­leuten begleitet. Bei Peer-to-Peer-Projekten sammeln die jungen Mitwirkenden auf Theater­exkursionen und in Kursen kulturelle Erfahrungen und geben ihre Eindrücke an Freunde und Mitschüler weiter. Theaterwerkstätten schaffen den Raum zu schauspielerischen Proben im Team sowie zur Gestaltung von Bühnen­bildern und Kostümen. Jahres- und Familienprojekte ermöglichen die Veranstaltung umfangreicher Theater­inszenierungen oder lokaler Festivals.

Eine Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass drei lokale Bündnispartner kooperieren, zum Beispiel ein Theaterverein, ein Jugendzentrum, der örtliche Kultur-, Sport- oder Heimatverein, die Stadtverwaltung oder karitative Organisationen, soziokulturelle Initiativen, Verbände, Bildungsträger, Kitas und Schulen.

Der BDAT ist Programmpartner von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bündnisse werden projektabhängig mit bis zu 25.000 Euro gefördert. Die Mitgliedschaft im BDAT ist nicht Bedingung für eine Förderung. Das Programm läuft zunächst bis Ende 2015, wir empfehlen daher eine baldige Antragstellung.

Weitere Informationen und Beispiele zu bereits realisierten Projekten sind abrufbar auf der Website des BDAT unter: http://www.bdat.info. Kontakt: BDAT-Projektkoordination, Annemie Burkhardt, Fon 030 2639859-20, theaterfueralle@bdat.info.

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Theaterwelten – Kick-Off in Rudolstadt

bdatInternationale Workshops, Gastspiele und Fachdialog

Sieben internationale Theaterworkshops mit Experten aus sechs Kontinenten, Gastspiele aus Afrika und Argentinien sowie Podiumsdiskussionen zu internationalen und kulturpolitischen Themen – dazu lädt das weltweit einzigartige Amateurtheaterprojekt „Theaterwelten“ ein. Vom 11. bis 14. Juni 2015 gibt der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) zusammen mit dem Thüringer Theaterverband in Rudolstadt den Startschuss für dieses besondere Theatertreffen, das künftig alle zwei Jahre in der traditionsreichen Schillerstadt ausgerichtet werden soll.

Theaterexperten aus Afrika, Asien, Europa, Lateinamerika, Neuseeland und Nordamerika geben praktische Einblicke in theatrale Erzählformen und Spieltechniken ihrer Regionen. Politisches Theater, Identität und Illegalität im Kontext von Migration auf der Bühne, das System Stanislavski, Kreatives Experimentieren, modernes Tanztheater, Theater und Diversität oder das traditionelle Theater der Maori geben den Themenrahmen für die Workshops. Diese wenden sich sowohl an erfahrene Spieler und Regisseure als auch an Neueinsteiger. Sich ausprobieren, Kenntnisse erweitern und den Fachdialog suchen können hier auch Jugendleiter, künstlerische Leiter und Festivalmacher, die bereits international aktiv sind oder konkrete Vorhaben planen.

Anmeldungen bis zum 19. April 2015 an: Bund Deutscher Amateurtheater, Darina Startseva, Fon 030 2639859-18, startseva@bdat.info. Der BDAT bietet freie Unterkunft in Mehrbettzimmern und freie Verpflegung. Für die Teilnahme an den Veranstaltungen des Festivals und an einem Workshop zahlen BDAT Mitglieder einen Zuschuss von 100 Euro, Nicht BDAT-Mitglieder 130 Euro. Weitere Informationen, der Programmflyer sowie das Anmeldeformular stehen im Bereich Projekte auf der Homepage des BDAT, http://www.bdat.info.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Theater Rudolstadt und dem theater-spiel-laden statt, sie wird gefördert durch: Auswärtiges Amt, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Land Thüringen, die Stadt Rudolstadt.

Der Bund Deutscher Amateurtheater ist als Dachverband mit 18 Mitgliedsverbänden und rund 2.400 angeschlossenen Theaterbühnen einer der größten Interessenverbände für die Darstellenden Künste in Europa.

Der Thüringer Theaterverband ist der Landesverband der freien professionellen und nichtprofessionellen Theaterszene in Thüringen mit Sitz in Rudolstadt.

„amarena-Innovationsförderung“ 2015 für BATV Mitglied!

Das amarena-Kuratorium v.l.n.r.: Stephan Schnell, Christine Bossert, Ulrich Schwarz, Frank Grünert (Vorsitzender), Prof. Dr. Romi Domkowsky, Friedrich Schirmer, Martin Bretschneider  (Foto: Alexandra Heyden)

Das amarena-Kuratorium v.l.n.r.: Stephan Schnell, Christine Bossert, Ulrich Schwarz, Frank Grünert (Vorsitzender), Prof. Dr. Romi Domkowsky, Friedrich Schirmer, Martin Bretschneider (Foto: Alexandra Heyden)

„amarena-Innovationsförderung“ 2015

Vier Amateurtheaterprojekte werden mit 14.000 Euro gefördert

Zum dritten Mal werden vom Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) im Rahmen der „amarena-Innovationsförderung“ ausgewählte Projekte gefördert. In diesem Jahr werden vier Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 14.000 Euro unterstützt. Die Entscheidung des Kuratoriums unter dem Vorsitz von Frank Grünert, Vizepräsident des BDAT, fiel auf die folgenden Initiativen:

· „ALICE gespiegelt“, Theater unter der Dauseck Oberriexingen (Baden-Württemberg)

· „Upside down – schwerelos“, Stage Divers(e) Forum für JugendTheaterKultur e. V. (Berlin und Esslingen/Baden-Württemberg)

· „Verbotene Zonen“, Offener Kunstverein Potsdam Land Brandenburg e. V. / Theatergruppe Tarántula (Potsdam/Brandenburg)

· „Fremdes Vertrautes“, V.E.B. VereinsEigeneBühne e. V. (Chemnitz/Sachsen)

„Viele Projektideen sind geprägt durch ihren generationsübergreifenden Charakter sowie die Erschließung neuer ungewöhnlicher Orte durch das Theater. Überraschend war zudem der hohe Anteil an Tanztheater-Formaten innerhalb der 33 eingegangenen Projektanträge.“, fasste Frank Grünert die Bewerbungslage zusammen. Weitere Informationen zur „amarena-Innovationsförderung“ stehen auf der Homepage des BDAT unter http://www.bdat.info bereit.

Die Maßnahme wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Erste Vorstandssitzung 2015 in Schwedt

Bürgerbühne Schwedt – „Frühlings Erwachen“ (Foto: Udo Krause)

Zur ersten Sitzung des neu gewählten Vorstandes trafen sich dessen Mitglieder am 11. Februar in Schwedt/Oder. Neben der Aufteilung der neuen Arbeitsfelder stand auch die Planung für 2015 und eine inhaltliche Neuorientierung auf der Tagesordnung.

Im Ergebnis der Wünsche der Mitgliederversammlung wird wieder mehr Wert auf persönliche Kommunikation gelegt. Das war in den letzten Jahren personell nicht leistbar und kann nun durch Lothar Falkenberg (Kontaktperson für intere Kommunikation) wieder in Angriff genommen werden. Bühnenbesuche in naher Zukunft sind in Planung. Darüber hinaus soll die Weiterbildung im Verband wieder zu einem Erlebnis für Alle werden. Dazu wird die Fördermittelvergabe 2015 neu überdacht.

Auch die Theaterleitertreffen (mit Bildungscharakter) sollen öfter stattfinden. Ein erstes ist für den 18. (und 19.) April in Schwedt angedacht. Inhaltlich soll es dann um Versicherungsfragen gehen. Im „gemütlicheren“ Teil dann auch um die Belange der Bühnen. In netter Runde kann über Problem oder gute Erfahrungen geredet werden. Ein Austausch, den die Mitgliederversammlung ausdrücklich einforderte. Auch dazu kommen demnächst nähere Informationen.

Neu ist auch die Besetzung von Beisitzern. Es gibt bereits einen Beisitzer für den Bereich Seniorentheater: Reinhold Ehl aus Schönwalde. Gesucht werden noch Beisitzer für Kinder- und Jugendarbeit und für ggf. andere Tätigkeitsfelder. Im Laufe des Jahres soll dann auch der Vorstand erweitert werden.

26. Ausgabe der Zeitschrift für Theater und Theaterpädagogik „Thepakos“ ist gerade erschienen!

Thepakos26Liebe Theaterfreudinnen und -freunde, liebe Leserinnen und -leser,

die 26. Ausgabe der Zeitschrift für Theater und Theaterpädagogik „Thepakos“ ist gerade erschienen und enthält wieder eine Reihe interessanter Artikel rund um die Theaterpädagogik und das Theater, so z.B.:

– Kleine Soziologie der Emotionen im Theater (Oliver Bidlo)
– Praxisbericht Theaterpädagogik: Vom Wahlpflichtfach zum Traumberuf (Julia Raab)
– Von der Freiheit einer Theaterpädagogin (Ingrid Wiederhold)
– Performatives Lernen in der Ausbildung von sozialen und pflegerischen Berufen. Ein Forschungsprojekt (Nathalie Fratini)

Sie können die Ausgabe für 6,50 Euro (zzgl. 1,20 Euro Versand) einzeln bestellen; oder als Abo für ein Jahr (= 3 Ausgaben) für 20,50 Euro inkl. Versand (Studierende 18,70). Das Abo ist nach einem Jahr jederzeit ohne Fristen kündbar, kurze Info genügt. Weitere Infos und ältere Ausgaben finden Sie unter: www.oldib-verlag.de/html/Thepakos.html

„Amateurtheater braucht verlässliche Strukturen auf Landesebene“

„Amateurtheater braucht verlässliche Strukturen auf Landesebene“
Bundesversammlung des BDAT in Ransbach-Baumbach

Am 13. September 2014 tagten die Delegierten der Mitgliedsverbände des Bundes Deutscher Amateurtheater in Ransbach-Baumbach. Gastgeber und Ausrichter der Versammlung, die im Rahmen des „amarena-Preisträgerfestivals“ stattfand, war der Landesverbandes Rheinland-Pfalz unter dem Vorsitz von Hans Schilling.

Zu Beginn der Tagung machte BDAT-Präsident Norbert Radermacher in seinem Bericht deutlich, dass die Mitgliedsbühnen vor allem Themen wie Nachwuchssorgen und die fehlende Anerkennungskultur auf lokaler Ebene beschäftigten. Dazu kämen immer schwierigere Rechtsfragen, z. B. im Kontext von Vereins-, Medien- oder Jugendschutzrecht. In diesen Fragen seien der Bundesverband ebenso gefordert wie die Landesverbände, die hier auf die finanzielle und ideelle Unterstützung der Länder angewiesen seien.

„Das Amateurtheater benötigt verlässliche Strukturen, damit die Bühnen vor Ort ihre gute Arbeit fortsetzen und weiterentwickeln können und das Amateurtheater auch weiterhin in der Fläche erhalten bleibt“, so Radermacher. Er forderte die Landesverbände dazu auf, strategische Konzepte zur Durchsetzung ihrer Forderungen zu entwickeln.

Bezug nehmend auf die deutschlandweit exemplarische Studie der Universität Hildesheim zum Amateurtheater in Niedersachsen verwies der Präsident auf wichtige Argumentationshilfen für die gesellschaftspolitische Bedeutung der Breitenkultur und des Amateurtheaters.

Berichte aus dem Präsidium, der Geschäftsstelle und den Mitgliedsverbänden wurden mit aktuellen Informationen ergänzt. Hingewiesen wurde u. a. auf die Möglichkeit, weitere Anträge für das Programm THEATER FÜR ALLE! zu stellen. So können in diesem Jahr z. B. noch Weihnachtsproduktionen für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendlichen gefördert werden.

Auch im Bereich des Bundesfreiwilligendienstes, der bereits von zahlreichen Mitgliedsverbänden und –bühnen genutzt wird, stehen noch Mittel für einige Stellen zur Verfügung. Geschäftsführerin Irene Ostertag wies auch auf den erfolgreichen Start der KSK-Ausgleichsvereinigung hin, in der mittlerweile 34 Bühnen Mitglied sind.

Im weiteren Verlauf stellte die Geschäftsführerin den Jahresabschluss vor. Die Bundesversammlung dankte den Revisoren Claudia Weber und Rainer Zinger für die Prüfung und die Bundesversammlung sprach dem Geschäftsführenden Präsidium die Entlastung aus. Für Rainer Zinger, dessen Amtszeit als Revisor beendet ist, wurde Tilmann Scheck (Baden-Württemberg) gewählt.

Im Anschluss stellte die Geschäftsführerin den Wirtschaftsplan 2015 vor. Jörg Sobeck, Mitglied in der Arbeitsgruppe „125 Jahre BDAT“ berichtete über den Stand der Planungen zum Jubiläum im Jahr 2017.

Jürgen Peter und Frank Grünert als Vizepräsidenten bestätigt!

Bei der turnusmäßigen Wahl zweier Vizpräsidenten in das Geschäftsführende Präsidium des BDAT wurden Frank Grünert (Vorsitzender des Thüringer Theaterverbandes) und Jürgen Peter (Verband Bayerischer Amateurtheater) erneut durch die Bundesversammlung für eine weitere Amtsperiode von vier Jahren bestätigt. Das umfangreiche persönliche Engagement für ihr jeweiliges Aufgabengebiet im BDAT wollen sie fortsetzen.

Des Weiteren wählte die Bundesversammlung für das „amarena-Kuratorium“ vier neue Mitglieder:

Martin Bretschneider, Schauspieler (Theater und Film), ehrenamlicher Leiter der Jugendtheatergruppe des Sport- und Jugendclubs (SJC) Hövelriege (2013 ausgezeichnet mit dem BKM-Preis für Kulturelle Bildung)

Ulrich Schwarz, Schauspieler, Regisseur und Dozent/Workshopleiter, künstlerischer Leiter der Theatergruppe Spielbrett Dresden

Friedrich Schirmer, Intendant Württembergische Landesbühne Esslingen

Petra Wahed-Harms, Gründerin und Leiterin des Theatervereins ProSzenium e.V. in Delmenhorst, Künstlerische Leiterin im Amateurtheaterverband Niedersachsen

Drei neue Mitglieder wurden vom BDAT-Präsidium in den Bundesarbeitskreis Mundart und Sprachen berufen:

Brigitte Gstöttl, Vizepräsidentin des Verbandes Bayerischer Amateurtheater und Mitglied des Dramatischen Clubs Alpenröserl

Jürgen von Bülow, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dozent aus Stuttgart

Frank Weymann, Stellv. Vorsitzender des Landesverbandes Hessischer Amateurbühnen aus Schauenburg

Wieder berufen vom BDAT-Präsidium wurden für den Bundesarbeitskreis Kinder- und Jugendtheater Julia Vohl (Lingen), Lilian Martinez (Hannover) und Hermann J. Vief (Großheirath).

Ausblick

Im weiteren Verlauf der Tagung wurden zentrale Projekte für 2015 vorgestellt. Termine und Informationen zu den geplanten BDAT-Festivals 2015 „Wurzelwerk“ (Sulzbach/Saar) und „Theaterwelten“ (Rudolstadt/Thüringen) sowie zu allen weiteren Veranstaltungen und Wettbewerben des BDAT stehen unter: www.bdat.info

amarena-Festival in der „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“

Jugendtheater Büro Berlin - Foto: Jörg Sobeck

Jugendtheater Büro Berlin – Foto: Jörg Sobeck

Es ist kein Zufall, dass das Preisträgerfestival zum Deutschen Amateurtheaterpreis „amarena“ vom 11. – 13. September in der bundesweiten „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ stattfindet. Auf Initiative des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE), in dem der Bund Deutscher Amateurtheater Mitglied ist, beteiligen sich zahlreiche Kulturorganisationen mit ihren Veranstaltungen.

Ein Drittel der Deutschen engagiert sich freiwillig, mehr als 100.000 Menschen sind allein im Bereich des Amateurtheaters aktiv und realisieren jährlich rund 8.000 Inszenierungen mit bis zu 8 Millionen Zuschauern. Mit der „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ soll deutlich werden, dass bürgerschaftliches Engagement jeden Einzelnen bereichert und die Gesellschaft stärkt.
Das Festival zum Deutschen Amateurtheaterpreis „amarena“ lädt vor diesem Hintergrund dazu ein, den künstlerischen und kulturellen Reichtum des Amateurtheaters in seinen vielen Facetten zu entdecken! Die mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Auszeichnung, die der Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) alle zwei Jahre an fünf Theatergruppen vergibt, würdigt das ehrenamtliche kulturelle Engagement und besondere künstlerische Leistungen im Amateurtheater. Vom 11. – 13. September 2014 präsentieren die Preisträger in der Stadthalle Ransbach-Baumbach ihre preisgekrönten Inszenierungen in den Sparten „Schauspiel“, „Seniorentheater“, „Kinder- und Jugendtheater“, „Mundart und Volkstheater“ sowie „Offene Theaterformen“. Weitere Infos zum Programm unter www.bdat.info, Restkarten gibt es noch an der Tages-/ bzw. Abendkasse.
Eine bundesweite Anerkennung erhalten darüber hinaus drei Menschen, die mit ihrem herausragenden ehrenamtlichen Einsatz weit über die jeweiligen Landesgrenzen hinaus auch bundesweit Impulse im Amateurtheater gesetzt haben. Rolf Wenhardt (Baden-Württemberg), Heinz Deichmann (Rheinland-Pfalz) und Karl Uwe Baum (Sachsen) werden am 14. September mit der Goldenen Maske des BDAT ausgezeichnet.

Seit 2004 würdigt das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) mit der bundesweiten Aktionswoche die Arbeit von mehr als 23 Millionen freiwillig Engagierten. „Engagement macht stark!“ ist das gemeinsame Motto aller Initiativen, Vereine, Verbände, staatlicher Institutionen und Unternehmen, die sich aktiv an der größten nationalen Freiwilligenoffensive beteiligen. Sie steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck. Weitere Informationen zu dieser Initiative unter: www.engagement-macht-stark.de, zum BBE unter: http://www.b-b-e.de

UNIATER Potsdam: Deutsch-Polnische Koproduktion

logo uniater potsdamUniater beschreitet neue Wege und wird erstmals ein Straßentheaterstück mit Großobjekten/-puppen inszenieren!!! Die künstlerische Leitung übernimmt das polnische Ensemble Klinika Lalek, das mit Spielern von Uniater und TeilnehmerInnen aus Polen „Momo“ von Michael Ende in eine Straßenperformance verwandeln wird, die u.a. beim Potsdamer Sternenmarkt aufgeführt werden soll. (www.klinikalalek.art.pl/index.php?id=deutsch.htm)

In zwei Intensiv-Wochen (4.-11.9. Wolimierz/PL und 01.-08.12.2014 Potsdam) wird die Performance in drei Workshop-Einheiten erarbeitet:

1. Puppen-/Objetbau (Klinika Lalek)
2. Musik (mit der Potsdamer Musikerin Asia Waluszko)
3. Choreographie/Szenarium (Klinika Lalek)

Das Projekt wird aus Mitteln der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und dem Deutsch-Polnischem Jugendwerk gefördert und vom BATV und freiLAND Potsdam unterstützt, weshalb die Teilnahme für alle Interessierten kostenfrei ist!

Wer mitmachen möchte, schreibe schnell eine Email an: uniater@gmx.de

Inszenierung von „Adressat unbekannt“

gxnbfWie entstehen Diktaturen? Wie ist es möglich gewesen, dass die systematische Tötung von Millionen von Menschen in einem „zivilisierten“ Land stattfinden konnte? Wie sehen bei Massenmorden die Täter aus? Wie wird ein anständiger Bürger zum Mittäter? Sind Kultur und Zivilisation überhaupt eine Garantie gegen die Barbarei?

Diese und ähnliche Fragen beantwortet K.K. Taylor in ihrem Briefwechsel „Adressat unbekannt“. Mit fast wissenschaftlicher Schärfe entsteht in knapp 40 Seiten eine atemberaubende Analyse der Verwandlung, die ein „normaler“ Mensch unter dem Einfluss von Propaganda und Vorurteilen durchmachen kann.

Während der dreimönatigen Proben setzen sich die 3 SchauspielerInnen mit diesen immer aktuellen Themen auseinander.

Am 27. Januar 2015 findet eine Aufführung statt. Andere Aufführungen folgen.

Nach jeder Aufführung findet eine Diskussion mit den ZuschauerInnen statt.

Diese Reflexion ist ein wichtiger Teil der gesamten Projekts.

Möglicher Durchführungszeitraum:
Proben: September – Dezember 2014
Aufführung: 27. Januar 2015

Ziele des Programms

Am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus inszenieren wir mit 2 Schauspielern und 1 Schauspielerin Taylors Werk als analytische Darstellung des Entstehens von Diktaturen.

Zielgruppe des Programms

Schüler der 8. – 10. Klassen, Studenten, Erwachsene BürgerInnen

Dorica Poggi

1969 in Italien geboren und seit 2007 in Deutschland. Ursprünglich Sprachwissenschaftlerin, habe ich später Theaterwesen studiert. Seit fast zehn Jahren erkunde ich als Theaterpädagogin, Regisseurin und künstlerische Leiterin vom TiG (Theater im Gutshaus Altlandsberg e. V.) in verschiedenen Zusammenhängen und mit großem Vergnügen unterschiedliche Theaterformen.

Herbstwerkstatt: 11. und 12. Oktober 2014

flyer für webExperimentelles Theater und Performance
bei Nadine Giese
Und was kommt jetzt? – Stückentwicklung mit Gruppen
bei Lorenz Hippe
Körper-Stimme-Spiel
bei Ina Gercke

Mehr Infos dazu in Kürze!