Mit dem Mundwerk voran und dem Herzen dabei

Vorfreude auf das Jubiläumsprogramm der Schwedter Stechäpfel

Der Endspurt läuft. Die Schwedter Stechäpfel befinden sich mitten in den finalen Proben für ihr neues Programm. Noch knapp vier Wochen trennen das Amateurkabarett von der Premiere ihrer Liebeserklärung an die Heimatstadt mit dem Titel „Bella bella bella mein Schwedt – so lang ich leb!“. Auch im Jahr ihres Geburtstages werden die Oderstadt und ihre Bewohner im Jubiläumsprogramm liebevoll auf den Arm genommen und gepiesackt, wird gestichelt, gespöttelt, gewitzelt und der Finger in die Wunden gelegt beziehungsweise auf die Baustellen und Problemzonen gezeigt.

In bewährter Manier wird die kleine und große Politik in humorvollen Szenen aus der Feder von Heike Schmidt auf die Bühne des intimen theaters gebracht. Die 13 Akteure hauchen ihnen den Charme und die Macken des typischen Schwedters ein. So finden sich Windräder, Müllverwertungsanlagen, die zum Himmel stinken, Polizeiwache und Rathaus, Fahrradwege und Skaterbahn im Rundumschlag wieder. Auch wenn alles bewusst überhöht und zugespitzt dargestellt wird, steckt darin ein ernster, manchmal bitterer Kern, eingebettet in satirischen Gesang.

Dank der Spende der Stadtsparkasse Schwedt, Fördergeldern der Stadt und Unterstützung durch die Uckermärkischen Bühnen geht die Arbeit der Laiendarsteller unter Leitung ihrer beliebten Chefin Heike Schmidt auch im sechsten Jahr ihres Bestehens weiter. Luise Magosch, die seit fünf Jahren dabei ist, schätzt insbesondere das Miteinander und soziale Eingebundensein in diese Gruppe unterschiedlichster Charaktere und das Schlüpfen in die verschiedenen Rollen. „Wir sind alle mit dem Herzen dabei und verzichten für die wöchentlichen Treffen auf manch andere Freizeitaktivität“ schwärmt sie. Davon zeugt auch das Beispiel von Brigitte Metzke, die vier Stunden ihres 65. Geburtstages in der Probe verbringt.

Wer sich um eine der begehrten Karten der sechs Aufführungen bemüht, erfährt unter anderem, was der Protzbischof aus Limburg in Schwedt treibt, kann sich auf ein Wiedersehen mit Familie Blaukötter und Frau Glotzmann am Strand von Mallorca freuen und erlebt eine Sonntagsvorlesung in der Klinik „Uckerland“.

Und weil die elf Damen und zwei Herren zwischen 55 und 74 Jahren zu Recht die Bezeichnung „Senioren“ ablehnen, sind sie jetzt folgerichtig ganz zeitgemäß im sozialen Netzwerk vertreten.

Premiere am 27. April 2015, 19.30 Uhr, intimes theater/ Weitere Vorstellungen unter www.facebook.com/stechaepfel.de

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