Jubel bei Preisverleihung zum 3. Deutschen Amateurtheaterpreis „amarena“ Fünf Ensembles für herausragende Bühnenleistungen ausgezeichnet

Foto: Jörg Sobeck

Foto: Jörg Sobeck

Ransbach-Baumbach, 13. September 2014: Fünf herausragende Amateurtheaterstücke wurden in einer festlichen Gala vor zahlreichen Gästen aus Politik und Kultur geehrt. Die Theatergruppen nahmen unter großem Applaus den Deutschen Amateurtheaterpreis „amarena“ 2014, verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von je 2.000 Euro und dem „amarena-Award“, entgegen. Zuvor konnten die Preisträger ihre Produktionen an drei Festivaltagen einem überregionalen Publikum präsentieren. Veranstaltet wurde das Festival vom Bund Deutscher Amateurtheater in Kooperation mit dem Landesverband Amateurtheater Rheinland-Pfalz.

In seinem Grußwort überbrachte Kulturstaatssekretär Walter Schumacher vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur die Grüße der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin und Schirmherrin des Festivals Malu Dreyer. Er zeigte sich begeistert von der Fantasie und Kreativität des Amateurtheaters und hob die herausragende Rolle der kulturellen Bildung für eine aufgeklärte Gesellschaft hervor. Michael Merz hieß die Gäste als Bürgermeister der Stadt und Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach willkommen und bedankte sich insbesondere bei Hans Schilling, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Amateurtheater Rheinland-Pfalz, für die Ausrichtung des Festivals. Norbert Radermacher, Präsident des BDAT, betonte in seinem Grußwort, dass die Auszeichnungen insbesondere das ehrenamtliche, kulturelle Engagement der Bühnen würdigen, vor allem aber auch die künstlerischen Leistungen, denn außerberufliches Theater und künstlerische Qualität seien keine sich widersprechenden Kategorien.

Unter tosendem Applaus und mit stolzen Gesichtern nahmen die Gewinner bei der amarena-Preisverleihung ihre Würdigung entgegen. Bei feierlicher, ausgelassener Stimmung wurde in der Stadthalle Ransbach-Baumbach der bedeutendste deutsche Amateurtheaterpreis in fünf Sparten vergeben: Seniorentheater, Offene Theaterformen, Mundart und Volkstheater, Schauspiel sowie Kinder- und Jugendtheater.

Die Jurymitglieder würdigten die fünf Gruppen mit einer Laudatio für ihr künstlerisches Werk.

Das Seniorentheaterstück „Bertha, stirb endlich!“, eine Kooperation des Theater der Erfahrungen mit dem Hospiz Schöneberg-Steglitz aus Berlin, bestach durch den Mut und die Leistung, einfühlsam und authentisch das Tabuthema Sterben mit viel Humor auf die Bühne zu bringen. In ihrer Laudatio beglückwünschte Inge Rossbach das „dichte Spiel, die vielseitigen Talente und die sichtbare Lust am Spiel“.

Die provozierende und empörte Eigenproduktion, „99 Prozent“ ist der Gewinner der Sparte Offene Theaterformen. Ein politisches Stück, in und um Beteiligung, in dem das spinaTheater – junges ensemble solingen Grenzen auslotet: Grenzen des Theaters, des Zuschauers, des Erträglichen – und „es mischt sich in unsere Nichteinmischung ein“, so Laudator Stephan Schnell.

Den Preis für die Sparte Mundart und Volkstheater erhielt das Glasperlenspiel in Asperg e.V. mit Molières Hochstaplerdrama in einer schlagfertigen schwäbischen Bearbeitung: „Der schwäbische Tartüff“. „Die spielerischen Leistungen“, lobte Laudator Prof. Bernd Guhr, „sind so überzeugend, dass es keiner besonderen Sprachkenntnisse der Zuschauer bedarf.“

Mit gelungenen medialen und rhythmisch-musikalischen Bühnenelementen brachte die Gruppe stellwerk – das junge Theater Weimar Büchners Leonce und Lena auf die Bühne. Für ihre kluge und behutsame Inszenierung wurden sie von der Laudatorin Christine Bossert geehrt.

Laut, witzig und mitreißend rockte das JugendtheaterBüro Berlin mit der Eigenproduktion „90/60/90: Rollenscheiß!“ die Bühne. Den amarena-Award für die Sparte Kinder- und Jugendtheater überreichte Martin Bretschneider, der die kluge, witzige und ambitionierte Erzählweise der Produktion feierte.

Der künstlerische Leiter und Kuratoriumsvorsitzende Frank Grünert über das diesjährige Festival:

„In diesem Jahr gab es bei aller Vielfalt der Form in besonderer Weise inhaltliche Bezugspunkte der Stücke und sämtliche Produktionen bewegten sich auf künstlerisch sehr hohem Niveau. Die Festivalatmosphäre habe ich als äußerst angenehm erlebt – mit ausgesprochen fundierten fachlichen Diskussionen und Aufführungsgesprächen.“

Der Wettbewerb wurde gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, von der Stadt und Stadthalle Ransbach-Baumbach, Westerwald Bank e.G., Volks- und Raiffeisenbank, Kreissparkasse Westerwald, LOTTO Rheinland-Pfalz-Stiftung.

Medienkontakt:

Bund Deutscher Amateurtheater – Katrin Kellermann – Fon 030 2639859-16 – kellermann@bdat.info

 

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