punk rock in neuruppin

PunkRock 1

Foto: Sebastian Maihs

Das „Theater ohne Bühne“ feiert Premiere mit seiner neuen Inszenierung: „punk rock“ von Simon Stephens

Am Freitag, dem 23. Mai feiert die verjüngte semiprofessionelle Theatergruppe „Theater ohne Bühne“ Premiere mit dem Stück „PunkRock“ von Simon Stephens. Es ist ein Jugendstück über die Entstehung von Gewalt, das in einem Amoklauf mündet.
„Punk Rock“ von Simon Stephens beschreibt den Alltag einer Abschlussklasse an einer Eliteschule. Die knapp 17jährige Lilly ist neu in der Stadt und lernt ihre Kommilitonen kennen. Alle bereiten sich auf ihre Abschlussprüfungen vor und stehen unter hohem Erwartungsdruck. Gleichzeitig schießen die Hormone quer; der gesellschaftliche Druck vermengt sich mit emotionalem Aufruhr.
Dass Lilly sich in einen anderen Mitschüler verliebt und die Liebe ihres schüchternen Mitschülers William zu ihr aussichtslos bleibt, treibt diesen immer weiter in eine Krise. Der Tod eines von ihm bewunderten Lehrers ist eine weitere Station auf seinem Weg in die Isolation. Aber auch alle anderen haben mit handfesten Problemen zu kämpfen.
Das Leben der Schülerinnen und Schüler ist geprägt durch Leistungsdruck, Revierkämpfe, Überdruß, Konkurrenz, Behauptung in der Gruppe und den Kampf um Status und Anerkennung.
Der Zeitgeist scheint ein gefräßiges Ungeheuer zu sein, dem die Jugendlichen mit Coolness, Taffheit, Kraft und Selbstoptimierung begegnen. Persönliche Träume werden an den Rand gedrängt oder bleiben ganz auf der Strecke.
Eine Zeit, in der nichts wachsen darf, sondern alles bereits fertig sein muss, bevor es in Erscheinung tritt, lässt wenig Raum zum Ausprobieren, Verweilen, in die Irre gehen, wenig Raum für Weichheit, keinen Raum für Unbeschwertheit oder Verbundenheit.
Und plötzlich treten Systemausfälle auf, Irrläufer, Massenmörder, die sich aus den Reihen derer speisen, die sie später töten. Menschen, die zwischen Verbrechen und Befreiungstat nicht unterscheiden. Ohnmacht springt in Macht um, der Albtraum beginnt sich zu regen…
Punk Rock ist die Geschichte eines Amoklaufs. Es ist die Geschichte einer gescheiterten Kontaktaufnahme.

Die Inszenierung des Berliner Regie-Dramaturgie-Duos „Theater.Redux“ ist schnell, direkt, genau gezeichnet und knallhart im ungeschönten Blick auf die Gewalt unter den Schülern, die die „große Gesellschaft“ in Kleinen spiegelt.

Das Neuruppiner Theater ohne Bühne hat einen Generationswechsel hinter sich. Was sich nicht verändert hat, ist die Genauigkeit in der schauspielerischen Arbeit und die Zielgerichtetheit in der thematischen Auseinandersetzung.

Premiere: Freitag, 23. Mai 2014, 19.30 Uhr – BEREITS AUSVERKAUFT!
Weitere Aufführungen:Samstag, 24. Mai 2014, 19.30 Uhr
Samstag, 07. Juni 2014, 19.30 Uhr
Sonntag, 08. Juni 2014, 16.00 Uhr
Freitag, 13. Juni 2014, 19.30 Uhr
Eintritt: 6,- Euro/4,- Euro
Vorbestellungen unter: 03391-4052989
Alle Aufführungen finden im “Saal B” im Alten Gymnasium Neuruppin

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