Die Gruppen und Stücke der 11. Brandenburgischen Amateurtheatertage

11. Brandenburgische Amateurtheatertage 2012 – 17. bis 19. Mai 2012
Spielplan und teilnehmende Gruppen
in der Kulturgiesserei Schöneiche

17.05.12 – 11.30 Uhr

Geschichten Tanz & Theater Ensemble Lumota Schöneiche

Die Gruppe besteht derzeit aus drei Darstellerinnen und zwei Technikern. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf Ästhetik und Ausdruck, versetzt mit akrobatischen Elementen um Geschichten zu erzählen. Dabei setzten sie gezielt Tanz, Schauspiel und Pantomime ein. Das Stück „Zwischen den Welten…zum Glück“ wurde in einem Zeitraum von eineinhalb Jahren produziert und ist bereits unsere neunte Eigenproduktion.

Zwischen den Welten… zum Glück

Eigenproduktion

Das Urteil. Eine Seele wird geboren. Obwohl sie nicht leben will, denn in der anderen Welt ist es doch so schön, muss sie sich mit dem Leben auseinandersetzen. Die Sehnsucht, an einen ihr unbekannten Ort zu wollen, führt sie an den Rand des Wahnsinns. Ein Spiel zwischen Traum und Wirklichkeit, Phantasie und Wahrheit ebnet ihr einen befremdlichen Weg. Über eine wundersame Erfahrung begegnet ihr die Musik des Lebens. Ist das das Glück?

17.05.12 – 15.30 Uhr

THEATER Stolperdraht Schwedt

Theater von Kindern und Jugendlichen für Kinder und Jugendliche – das ist das Hauptanliegen unseres Vereins. Bei uns stehen überwiegend junge Leute im Alter von 6 bis 26 Jahren auf der Bühne. Pro Jahr finden im THEATER Stolperdraht ca. 90 Theateraufführungen sowie Familienfeste und ca. 200 Proben und Zusammenkünfte der Theatermitglieder statt.

Besonders wichtig ist uns, den Kindern und Jugendlichen bei der Bewältigung all ihrer Probleme hilfreich zur Seite zu stehen. Denn sie sollen sich bei uns „wie zu Hause“ fühlen. Das THEATER Stolperdraht ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

Praxis Dr. Deiwel – was kann ich für Sie tun?

Ein Theaterkrimi in fünf Akten von Alexa Thiesmeyer

Doktor med. Deiwel ist alles andere als ein empfehlenswerter Arzt: Mit Hilfe kräftiger Arzneimittelkombinationen befördert er seine Patienten unauffällig und allmählich ins Jenseits. Doch eines Abends erwischt es ihn ganz überraschend selbst: Die letzte Tasse Tee enthielt reichlich Medizin mit Nebenwirkungen, die dem Doktor im Nu das Handwerk legen. Wer war’s? Die untreue Ehefrau, die patzige Sprechstundenhilfe, die leidgeprüften Patienten? Kommissar Käfer auf heißer Spur zwischen Labor und Wartezimmer.

17.05.12 – 19.30 Uhr

Kleines Theater Falkensee

Im Jahr 1963 gründeten einige Bürger einen Verein mit dem Namen „Dramatischer Zirkel“, der sich heute „Kleines Theater Falkensee“ nennt. Es zählt zu den ältesten Amateurtheatergruppen Brandenburgs. Ihm gehörten selten mehr als 10-12 Mitglieder an. Seit seiner Gründung wurden ca. 40 Inszenierungen erarbeitet, und es wurde fast immer von professionellen Kräften angeleitet. Zum Repertoire gehörten und gehören neben Gegenwartsdramatik Autoren wie Moliere, Tschechow, Hacks, Camus, Simon. Alle Mitglieder haben mehr- und langjährige Theatererfahrung, alle besuchen Aus- und Weiterbildungslehrgänge. Im September 2011 war die Premiere der Inszenierung „Einsame Menschen“ in der Regie von Sebastian Eggers.

Einsame Menschen

von Gerhart Hauptmann

Mit dem unerwarteten Besuch der Studentin Anna Mahr zerbricht das geordnete Leben von Familie Vockerat. In seinem Familiendrama entwirft Hauptmann eine Anatomie der bürgerlichen Lebensform, deren Ideale er mit analytischem Scharfblick zerlegt.

Die Gruppe ist mit dieser Inszenierung für den Deutschen Amateurtheaterpreis 2012 nominiert!

18.05.12 – 11.30 Uhr

THEATR UHURU Gryfino

Das Theater wurde 1997 im Jugendkulturhaus in Gryfino gegründet. Der Gründer und künstlerische Leiter des Theaters ist Janusz Janiszewski – Schauspieler, Direktor, polnischer Philologe und Theaterpädagoge. Seit 15 Jahren kooperiert mit ausländischen – vor allem aus den deutschen Kulturzentren und  nimmt Teil am kulturellen Jugendaustausch, und organisiert internationale Jugend-Theater-Projekte.
Das Theater hat auf seinem Konto Dutzende Vorstellungen. Die größte Anerkennung und Bekanntheit brachte ihm das Spektakel  „Eine Fliege“ (1998), „Polly und Molly“ (2000), „Körper“ (2002), „Apocalypsis“ (2005) und die Aufführung von „Pieroggen“ (2009). Mitschöpfer am Erfolg des Theaters ist Violina Janiszewska (Zusammenarbeit bei Regie und Manuskript, Kostüme und Bühnenbild). Alle Vorstellungen seit Beginn des Theaters sind Eigenproduktionen. Das Theater hat viele nationale Festivalpreise gewonnen.

Wariatky – Die Verrückten

von Janusz Janiszewski und Ensemble

„Die Verrückten“ ist ein Stück über das Selbstwertgefühl, eine Freiheit, die man haben muss, um zu gewinnen, über die verrückten Zeiten, in denen es einfacher ist, sich zu verlieren, als einen geraden Weg zu finden. Es handelt auch von der Notwendigkeit, zu den einfachen Worten und Verhaltensweisen zurückkehren: miteinander zu reden (aber Auge in Auge, nicht durch SMS, über das Handy oder Facebook). Lasst uns uns treffen, aber nicht im Einkaufszentrum, wo man nur versucht, zusammen zu bleiben. Geben wir uns Zeit und treffen uns wirklich.

18.05.12 – 15.00 Uhr

Theater ohne Bühne Neuruppin

Das Theater ohne Bühne entstand 1989 als freie Theatergruppe ohne feste Aufführungsstätte, die für ihre Aufführungen in Schulen und anderen Spielstätten gastierte. Seit 1995 ist sie Teil der Jugendkunstschule in Neuruppin/Brandenburg. Hier hat sie auch einen festen Proben- und Aufführungsraum. Das Theater ohne Bühne ist eine altersgemischte Amateurtheatergruppe. Momentan hat es 3 männliche und 7 weibliche Mitglieder im Alter von 16 bis 55. Es stehen seitens der Jugendkunstschule ein Techniker, der Regisseur und die Leitung der Jugendkunstschule zur Verfügung.

Die Gruppe war 2010 mit der Inszenierung „Leonce und Lena“ für den Deutschen Amateurtheaterpreis nominiert!

Fritz – avec souci!

Eigenproduktion

Die Erziehung des preußischen Thronfolgers Friedrichs des Zweiten ist für ihre Brutalität bekannt. Dahinter steht ein beklemmender Ehekrieg. Angeheizt durch die Intrigen europäischer Diplomaten kommt es 1730 in der preußischen Königsfamilie zu einem brutalen Kampf von Jedem gegen Jeden. Wie human gehen wir miteinander um, wenn Macht und Status auf dem Spiel stehen? Welche Rolle spielen Werte in der „großen Politik“? Wie schnell verraten wir die Menschen, denen wir familiär am engsten verbunden sind? Das „Theater ohne Bühne“ entführt in dieser brisanten Mischung aus Familientragödie, Jugenddrama und Polit-Thriller in ein Klima, in dem der Stärkere und Skrupellosere gewinnt und Politik vor allem eins ist: Ein dreckiges Geschäft.

18.05.12 – 19.30 Uhr

Jugendtheater „Strumpfhose” Bad Belzig

Das Jugendtheater Strumpfhose wurde 1998 in Belzig gegründet und ist von dort auch nicht mehr weg zu denken. Angefangen hat es mit ein paar wenigen Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule und des Gymnasiums Belzig, die sich zunächst in der Gesamtschule, im POGO und später in der Aula der ehemaligen Geschwister-Scholl-Schule einfanden, um ein Theater auf die Beine zu stellen.

Unter der Regie des Theaterleiters Frank Grünert kam am 22. Februar 2000 unser erstes Stück „Talk About My Generation“ heraus. Bei diesem Stück waren acht Spielerinnen und Spieler auf der Bühne zu sehen. Mittlerweile gibt es über 20 Akteure zwischen 9 und 27 Jahre.

Ein ganz wichtiger Punkt für unsere Gruppe ist natürlich unsere eigene Proben- und Spielstätte, die Studiobühne. Wir haben sie selbst entrümpelt, gestrichen und mit tatkräftiger Hilfe der Freundinnen und Freunde des Theaters eine Zuschauertribüne, eine Lichttraverse und eine Bühne gebaut.

Nachtasyl

frei nach Maxim Gorki

Es geht um Menschen am untersten Rand der Gesellschaft, um Menschen, die „am Boden“ sind und die finden sich nicht nur in Notunterkünften, manchmal sind es auch unsere Nachbarn.

Obwohl das Stück schon 1902 seine Erstaufführung unter Stanislawski am Moskauer Künstlertheater erlebte und bereits schon 1903 von Richard Vallentin am Deutschen Theater in Berlin inszeniert wurde, hat es bis heute nichts an Aktualität eingebüsst.

Wir haben die Handlung in eine deutsche Großstadt im Jahr 2011 verlegt. Die Figuren sind jünger, da ein junges Ensemble spielt. Ihre Lebensgeschichten sind jedoch genauso düster wie die ihrer älteren Kollegen bei Gorki. Dass sie realistisch sind, beweist ein Blick in die Zeitungen oder in die Statistiken der Jugendämter. Aber es geht nicht nur um jene: es ist der allgegenwärtige Kampf um Glück und Würde, der möglicherweise nicht nur den „Bodensatz“ der Gesellschaft verschleißt.

Jürgen Gosch ließ in seiner Hamburger Inszenierung die Protagonisten des Stückes durch meterhoch auf der Bühne aufgetürmtes Gestrüpp krabbeln und schuf damit ein Bild des allgemeinmenschlichen Kampfes.

Die Würde des Menschen ist unantastbar …, und ist sie es doch, gedeihen Zynismus, Hass, Gewalt.

19.05.12 – 11.30 Uhr

Theater Zeitlos Rathenow

Das Theater „Zeitlos“ wurde 1992 gegründet. Bei der Gründung waren es nur vier Personen die gerne Theaterspielen wollten. Anfangs bei der VHS angesiedelt, wechselten sie im Herbst 1993 zum KH Rathenow, das ihnen weitaus bessere Proben- und Aufführungsbedingungen bot. Heute ist es eine generationsübergreifende Bühne, die seit dem Jahr 2000 als e.V. agiert. Spielten sie anfangs nur Hans-Sachs-Stücke, kamen jedes Jahr zur Weihnachtszeit Märcheninszenierungen hinzu. Die letzte Komödie ist „Fisch zu viert“. Bis 2003 war Magda Nießner die „Zeitlos“-Leiterin. Dann erfolgte ein Generationswechsel des Vorstandes, der seitdem durch junge Gruppenmitglieder gelenkt und geleitet wird.

Der tote  Mann und  Das heiße Eisen

von Hans Sachs

Eine nicht sehr ordentliche Hausfrau stellt ihrem Mann die Frage: „Liebst du mich noch?“. Dieser hält dagegen wann und warum er sie lieben könne, hat er doch bisher ihre Liebe doch nicht empfunden. Empört darüber, hält sie ihm vor, was sie in den vergangenen Jahren alles für ihn aus Liebe getan hat und was sie zu tun bereit wäre, wenn er vor ihr stirbt…

Eine Frau hat nach vierjähriger Ehe ihren Mann satt und will ihn loswerden. Nur wie, das weiß sie nicht. Sie bittet die Nachbarin um Rat. Diese rät ihr, einem alten Brauch zufolge, sie solle ihren Mann ein glühend heißes Eisen auf der nackten Hand im Kreis herum tragen. Wenn er sich verbrennt, ist er ihr untreu und sie ihn los…

19.05.12 – 14.30 Uhr

Theater Frankfurt (Oder)

Unser Theater gründete sich 1989 als Spielbühne für Kinder und Jugendliche. Daraus entwickelte sich eine Gruppe, die seit 1995 in Frankfurt (Oder) professionell arbeitet.
Wir begreifen Theater als ein sich ständig entwickelnden Prozess, der nach Methoden sucht, um Wirkungsmechanismen des Theaters in der Ausbildung und auf der Bühne zu erforschen. Mit dem Aufbau einer staatlich anerkannten »Theaterschule für Körper und Bildung« entwickelten wir eine Ausbildungsmethode die eine breite Entfaltung des Schauspielers zulässt. Wir sind Gründungsmitglied des »Jungen Theaters Europa JTE« mit Sitz in Grenoble/F. und arbeiten eng mit europäischen Theatern und Schauspielschulen zusammen. Seit 1998 im Landesverband Freier Theater Brandenburg. Gründungsmitglied des internationalen Verbandes für Junges Theater in Europa (JTE).

Medea  – ohne Heimat und für einen Moment frei

Medea ist uralt. Sie verbringt den Tag mit Orchideen und Erinnerungen. Sie war noch sehr jung, als Jason aus königlichem Hause nach Kolchis kam, um von ihrem Vater das Goldene Vlies zu erbitten. Die junge Medea lachte über Jasons Anliegen. Doch dann tötete ihr Vater ihren Bruder, um die Macht eines wahren Königs zu demonstrieren. In tiefer Trauer schwor Medea ihrem Glauben  und ihrer Heimat ab.  Sie verhalf Jason zum Goldenen Vlies und floh mit ihm.

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